Der sechsjährige Silvano-Sohn Vercingetorix wird nach seinem abrupten Karriere-Aus, das auf Grund einer Verletzung erfolgte, die sich der Hengst bei seinem letzten Meydan-Auftritt im Jebel Hatta (Gr.1) am Super Saturday im Februar zugezogen hatte, seine neue Karriere als Deckhengst auf der Maine Chance Farms von Dr. Andreas Jacobs starten.
„Maine Chance Farms ist stolz, offiziell verkünden zu können, dass der Superstar und Sohn von Silvano, Vercingetorix, in der nächsten Deckperiode als fester Bestandteil unserer Beschäler-Riege seine Karriere als Stallion starten wird. Wir sind Johan Malherbe von Form Bloodstock sehr dankbar für seine Beteiligung an dem Deal“, lautet die offizielle Presse-Mitteilung von Maine Chance.
Vercingetorix hat einen phänomenalen Rennrekord von sieben Siegen, davon vier auf Gruppe-Level, bei zehn Starts vorzuweisen und blieb in seiner Heimat Südafrika ungeschlagen. Als Dreijähriger holte sich der Silvano-Sohn, dessen 19-jähriger Vater seit zehn Jahren, mit einer Unterbrechung im Jahr 2009, in Südafrika stationiert und dort ungemein populär ist, den Equus Champion Three-Year Old Award in Südafrika. Aus dem deutschen „Unterbrechungs-Jahrgang“ von Silvano stammt u. a. auch der Sieger im Deutschen Derby 2013, Lucky Speed. „Er ist der beste Sohn von Silvano, ein Pferd, das mir besonders am Herzen liegt. Silvano ist sowohl in Deutschland als auch in Südafrika Champion-Deckhengst geworden. Vater und Sohn waren Champion-Rennpferde mit einem phänomenalen Rennrekord, den die beiden sich in ihrer Heimat und im Ausland geholt haben“, schwärmt Dr. Andreas Jacobs von seinem Beschäler-Novizen.
Die wichtigsten internationalen Erfolge erzielte Maine Chances zukünftiger Stallion in Dubai und Hong Kong. Vergangenes Jahr blieb er nach seinem Sieg im Jebel Hatta (Gr.I) weiter ungeschlagen und verlor den Nimbus des Unbesiegten erst, nachdem er dem damals in Höchstform laufenden Japaner Heart’s Cry-Sohn Just A Way, der später im Jahr zum Longines World Horse Of The Year gekürt wurde, in der Dubai World Cup Night im Gruppe I Dubai Duty Fee deutlich unterlag.
Sein dritter Platz zu Designs On Rome und Military Attack einen knappen Monat später in Audemar‘s Piguet Queen Elizabeth II Cup (Gr.I) in Hong Kong war – nach unglücklichem Rennverlauf – ebenfalls aller Ehren wert. „Seit dem ersten Tag, als ich Vercingetorix in Training bekam, stach er als überragender Athlet heraus. Er konnte in seiner relativ kurzen Karriere nur ein Gruppe I-Rennen gewinnen. Es wären sicherlich mehr geworden, hätte er länger in Training bleiben können“ sagt Mike de Kock voller Bewunderung über seinen ehemaligen Crack.
Dieses Jahr gewann Vercingetorix während des Carnivals das Gruppe II-Al Rashidiya in beeindruckendem Stil, bevor ihn die erwähnte Verletzung, die er sich im Jebel Hatta zuzog, zum Rücktritt gezwungen hatte. Vercingetorix, der während seiner Rennlaufbahn bei Mike de Kock in Training war und seine großen Leistungen außerhalb Südafrikas in den gelben Farben von Sheikh Mohammed Bin Khalifa Al Maktoum erzielte, wurde vom südafrikanischen Champion-Züchter, dem Klawervlei Stud, gezogen und kostete als Jährling vermutlich auch auf Grund seiner hervorragenden Abstammung 1,4 Millionen Rand (ca.107.000 Euro).
„Ich trete gegen jeden an, der meint, einen Fehler bei Vercingetorix‘ Referenzen zu finden. Er ist eine außergewöhnliche Stallion-Chance für Südafrika“, ist John Slade, Gestütsmanager von Maine Chance ebenfalls total überzeugt von seinem Neuzugang.
Maine Chance Farms ist aktuell dabei, Vercingetorix zu syndikatisieren und, wie zu hören ist, soll die Nachfrage der südafrikanischen Züchter nach Anteilen überwältigend sein.












