Der mit 300.000 Euro dotierte Prix Ganay in Longchamp ist traditionell das erste Gruppe I-Rennen für ältere Pferde in der Saison. Am Sonntag kam für die 2100 Meter-Prüfung ein relativ kleines, siebenköpfiges Teilnehmerfeld zusammen, darunter auch die alten Haudegen Cirrus des Aigles (47:10) und Al Kazeem. Und genau diesen Beiden sollten den „Ganay“ unter sich ausmachen.
Christophe Soumillon ging mit „Cirrus“ direkt an die Spitze, dahinter setzte sich Olivier Peslier auf dem Favoriten Al Kazeem ins Fahrwasser des Even Top-Sohnes aus dem Stall von Corine Barande-Barbe. Während Peslier seinen Partner ausgangs der falschen Geraden schon bemühte, galoppierte Cirrus des Aigles fast schon aufreizend. Aber Soumillon hatte alles im Griff und fand gegen den in der Schlussphase noch einmal stark aufkommenden Dubawi-Sohn Al Kazeem die richtige Antwort.
Fast schien es, als könne es der französische Jockey-Champion nicht fassen, dass Cirrus des Aigles soeben gewonnen hat. Er fasste sich an seinen Helm, schüttelte ungläubig den Kopf. Und in der Tat, ließen die letzten Formen nicht unbedingt an einen Sieg glauben. Gegen Ende des letzten Jahres schien bei „Cirrus“ ein wenig die Luft raus, aber der Prix Ganay ist einfach sein Rennen. Nach 2011 und 2012 war es bereits der dritte Sieg des wohl besten Wallachs der Welt, der im vergangenen Jahr die Weltklasse-Stute und doppelte Arc-Siegerin Treve auf den zweiten Platz verwies.











