Stuten dominieren Nunthorpe Stakes

Mit den Nunthorpe Stakes, der Gruppe I-Prüfung über 1000 Meter, die mit 305.000 Pfund dotiert war, stand am Freitag das letzte Top-Level-Rennen des Ebor Meetings in York an. 19 Pferde kamen an den Start (Take Cover hatte vor dem Rennen die Box durchbrochen, entlief und musste zurückgezogen werden), in klarer Favoritenrolle stand die einzige Zweijährige im Feld, die von US-Trainer Wesley Ward trainierte Scat Daddy-Tochter Acapulco, die zur Quote von 26:10 ins Rennen ging. Und mit einem superschnellen Antritt sah man die von Irad Ortiz jr. gerittene Stute auch schnell an der Spitze, wo sie sich gleich deutlich vor das Feld setzte. Und da aus dem restlichen Feld zunächst niemand so richtig den Abstand verkürzen konnte, sah es auch sehr gut für die Stute aus. Doch ein Gegner, oder besser gesagt, eine Gegnerin, machte sich mit atemberaubenden Speed auf die Verfolgung der Favoritin.

Die Rede ist von der von Michael Dods trainierten Mecca’s Angel. Die vierjährige Dark Angel-Tochter, die von Paul Mulrennan geritten wurde, war als 85:10-Chance auf die Reise gegangen, und kam mit zunehmender Distanz immer besser ins Rollen. Und zwar so stark, dass die zweifache Gruppe III-Siegerin Acapulco bald erreicht hatte, und diese auf den letzten Metern bis zum Ziel sogar noch auf zwei Längen distanzierte. Hinter Acapulco waren es dann noch einmal zwei Längen bis zum Dritten Mattmu, hinter dem der Vorjahressieger Sole Power, der das Rennen zum dritten Mal gewinnen sollte, eine halbe Länge zurück als Vierter, knapp vor Goldream, über die Linie kam. Sowohl für Trainer Michael Dods, als auch für Jockey Paul Mulrennan war es der erste Gruppe I-Treffer der Karriere (Zum Video).

„Sie war super, schon am Start. Ich hatte die Amerikanerin immer im Auge“, so der Jockey. Mit Mecca’s Angel gewann zum fünften Mal in den letzten elf Jahren eine Stute die Nunthorpe Stakes. Die Siegerin könnte nun im Prix de l’Abbaye in Longchamp am Arc-Tag antreten, für den sie für Kurse zwischen 30:10 und 60:10 zu haben ist.

Das zweite Gruppperennen am vorletzten Tag des Meetings, der Lonsdale Cup (Gr.II, 3300 m, 160.000 Pfund), wurde eine ganz überlegene Beute des von Willie Mullins trainierten, und von Frankie Dettori gerittenen Max Dynamite. Der im Besitz von Susanna Ricci stehende Fünfjährige gewann zur Quote von 90:10 überlegen mit viereinhalb Längen Vorsprung gegen Mizzou, hinter dem Hidden Gold und der Favorit Clever Cookie die weiteren Plätze belegten (Zum Video). Der Sieger, ein vom Japaner Great Journey stammender Wallach, hat übrigens deutsche Wurzeln, denn seine von Monsun stammende Mutter Mascara kommt aus der Zucht des Gestüts Bona, und gewann für die grün-gelben Farben des Gestüts der Familie Harzheim unter Regie von Peter Schiergen drei Rennen. Max Dynamite kommt wie diverse Ex-Deutsche für den Melbournbe Cup in Frage (Zum Langzeitmarkt).

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