Der Sieger des Kentucky Derbys auf den Churchill Downs, Nyquist, soll am heutigen Samstag einen weiteren Schritt in Richtung der Triple Crown machen. Die mit 1,5 Millionen Dollar dotierten und zur Gruppe I zählenden Preakness Stakes (Zum Rennen) über 2092 Meter auf dem Pimlico Racecourse (Zum Tagesmarkt) sind der zweite Schritt für den von Doug O‘Neill vorbereitete Uncle Mo-Sohn, um den Traum von der Krone aufrecht zu erhalten. Wieder mit am Start ist auch sein runner up aus dem Kentucky-Derby Exaggerator, der auf den Churchill Downs von ganz weit hinten angeflogen kam und im Ziel eineinviertel Längen hinter Nyquist war, der im Derby unter dem Mexikaner Mario Gutierrez ein Traumrennen hatte. Doug O’Neill indes könnte dieser Tage kaum zufriedener mit seinem Schützling sein. „Er ist voller Energie und sieht fantastisch aus. Er sollte bereit sein“, so der kalifornische Trainer, der in Santa-Anita trainiert.
Aber auch aus dem Quartier des Santa Anita-Derby-Siegers Exaggerator ist von Zurückhaltung nichts zu spüren. „Wir sind nicht enttäuscht. Zweiter mit unserem ersten Starter im Kentucky-Derby zu werden ist absolut super. Wir sind dankbar für dieses sehr gute Pferd“, sagte Exaggerators Trainer Keith Desormeau, dessen Bruder Kent den Curlin-Sohn auch am Samstag in Pimlico wieder reiten wird. „Er wird besser und besser. Wir wollen versuchen, Nyquist zu schlagen“, gibt sich Keith Desormeau angriffslustig.
Ein ganz interessantes Pferd ist der von Todd Pletcher vorbereitete Stradivari, der unter der Woche am Wettmarkt für 90:10 und somit als dritter Favorit hinter Nyquist und Exaggerator gelistet wurde. Der Medaglia d’Oro-Sohn kommt als geschontes Pferd an den Start, was in der Vergangenheit schon oft ein Vorteil war. Zuletzt gewann Stradivari in Keeneland gegen zwei Pferde ein Rennen mit vierzehneinhalb Längen. in Pimlico. Die über der Rennbahn Parx Racing wegen des Equinen Herpesvirus verhängte Quarantäne wurde am Dienstag aufgehoben. Gerade noch rechtzeitig. So wird das Feld für die Preakness Stakes am Samstag um ein Pferd bereichert. Bis Donnerstag mussten die Teilnehmer in Pimlico angekommen sein. Trainer Ned Allard hat es geschafft, seinen seit fünf Rennen ungeschlagenen Abiding Star nach Baltimore zu schicken. Zuletzt gewann der Uncle Mo-Sohn das Parx Derby. Er ist ein richtig „dunkles“ Pferd, von dem man im Grunde nicht sagen kann, wie gut er ist.












