Immer wenn in Royal Ascot ein Renntag ansteht, dann ist eine der nicht ganz unwichtigen Fragen, welche Farbe die Kleidung der Queen an diesem Tag hat, denn schon hier kann man sein erstes Geld verdienen. Am Dienstag zur Eröffnung des königlichen Meetings durfte man sich freuen, wenn man auf ein gelbes Kostüm der Regentin gesetzt hatte.
Die Queen musste zunächst mit ansehen, wie die mit 600.000 Pfund dotierten Queen Anne Stakes über die Meile in die USA gingen, als sich die von Mark E. Casse trainierte Tepin (65:10) unter Julien Leparoux nach starkem Schlussakkord gegen den favorisierten Belardo und Lightning Spear durchsetzte. Für die fünfjährige Bernstein-Tochter war es der erste Start außerhalb der Staaten und somit auch ein Start ohne Lasix. „Sie hat heute gezeigt, dass sie ein echter Champion ist“, sagte Leparoux über die Stute für die es schon der achte Sieg in Serie war.
Danach dürfte sich die Miene der Königin deutlich freundlicher dargestellt haben, denn die nächsten beiden Gruppe I-Rennen gingen nach England. Die mit 400.000 Pfund dotierten King’s Stand Stakes über die Flitzer-Distanz von 1000 Meter waren Beute des von Clive Cox vorbereiteten Profitable (50:10), der sich unter Adam Kirby gegen Cotai Glory und Goken behaupten konnte. Darley hat sich bereits die Zuchtrechte am Invincible Spirit-Sohn gesichert, der aber weiterhin in den Farben seines Besitzers Alan Spence laufen wird, es wird auch keinen Trainer- oder Jockeywechsel geben.
Gegen 17.20 Uhr unserer Zeit wurden dann die zur Gruppe I zählenden St James’s Palace Stakes (400.000 Pfund) über die Meile ausgetragen. Und hier sah die „gelbe“ Queen einen goldenen Sieg und einen waschechten klassischen Einlauf, als sich der 2000 Guineas-Sieger aus Newmarket, Al Shaqabs Galileo Gold (70:10), unter Frankie Dettori gegen den Poule d’Essai des Poulains-Helden The Gurkha und den irischen 2000 Guineas-Sieger Awtaad, der auf dem Curragh noch vor Galileo Gold blieb, am Ende schadlos halten konnte. „Es war ein harter Kampf. Er musste aus der äußersten Startbox gehen. Frankie hat toll geritten und um fair zu sein, muss man jetzt wohl sagen, dass er der beste dreijährige Hengst in Europa ist“, sagte Siegtrainer Hugo Palmer nach dem Rennen.












