Der klarste Favorit des Tages hat seine Favoritenstellung auch voll umgesetzt. Der von Roger Varian trainierte Postponed gewann mit Andrea Atzeni das mit sechs Millionen US-Dollar dotierte und über 2410 Meter führende Dubai Sheema Classic (Gruppe I, Turf) in toller Manier gegen die sich sehr gut verkaufenden Japaner Duramente mit Mirco Demuro und seinen Landsmann Last Impact mit Joao Moreira (Zum Video). Der lange führende Highland Reel aus dem O’Brien-Quartier belegte Rang vier.
Der von Luca Cumani zu Roger Varian gewechselte Postponed stand aufgrund seines Erfolges in den King George VI And Queen Elizabeth Diamond Stakes, dem Sommer Grand-Prix auf der Insel, und seinem eindrucksvollen Jahresdebüt hier auf dieser Bahn im Wettmarkt ganz weit oben, musste sich nur vor dem japanischen Derby-Sieger Duramente in Acht nehmen.
„Postponed ist wunderbar abgesprungen, wir hatten eine gute Position im Feld, sind einen strammen Galopp gegangen und als ich ihn aufgefordert habe, hat er sofort losgelegt. Das sind doch die Momente, für die wir unseren Sport leben! Heute ist mein Geburtstag, das bedeutet mir hier alles unglaublich viel“, so ein überglücklicher Andrea Atzeni.
Der große Renntag um den Dubai World Cup Tag begann gleich höchst spektakulär. Denn der zweimal in Gruppe I-Rennen erfolgreiche Thakif übernahm im den Arabern vorbehaltenen Dubai Kahayla Classic (Gruppe I, 1.000.000 Million US-Dollar) über 2000 Meter der Sandbahn gleich resolut die Spitze, ließ auch im Einlauf kaum nach und schien einem klaren Erfolg entgegen zu streben.
Aber Mitte der Geraden brach Thakif ganz zur Außenseite weg, Silvestre De Sousa versuchte natürlich zu retten was zu retten war, mehr als der dritte Platz war aber dann nicht mehr möglich. So war der Weg frei für Hamdan Al Maktoums AF Mathmoon mit Dane O’Neill, der sich als 100:10-Chance gegen TM Thunder Struck als weiteren Außenseiter und Grasbahnspezialisten durchsetzte. Nur Vierter wurde der klare Favorit Handassa mit Paul Hanagan vor Versac Py mit Adrie de Vries. „Wir wurden am Anfang etwas eingeklemmt, hatten dann aber einen glatten Rennverlauf an den Rails und konnten den führenden Pferden folgen und er ist ordentlich weiter marschiert, er war reell geschlagen und guter Fünfter“, so der Holländer.
Es war zwar „nur“ ein Gruppe II-Rennen, aber die mit einer Million US-Dollar dotierte Godolphin Mile verdient trotzdem große Beachtung. Denn Trainer Doug Watson gelang etwas, was es in der Geschichte des Dubai World Cup Tag wohl noch nie einem Coach zuvor gelungen war (Zum Video). Er stellte mit One Man Band unter Sam Hitchcott, Faulkner und Cool Cowboy die drei Erstplatzierten des Rennens! Der Sieger One Man Band gewann bereits sein achtes Rennen in Meydan, ein absoluter Bahnspezialist also!
Alter schützt vor Siegen nicht. Denn der bereits achtjährige Buffering aus dem Stall von Robert Heathcote gewann mit Damian Browne die über einen Kilometer führende Sprintentscheidung um den Al Quoz Sprint (Gruppe I, 1.000.000 Million US-Dollar) auf Gras als 110:10-Außenseiter gegen Ertjaal und Pheniaphobia. Nur als Zehnter kam der unverwüstliche Klassesprinter Sole Power ins Ziel.
Eine halbe Stunde später gab es mit dem Dubai Golden Shaheen eine weitere Sprintprüfung (Gruppe I, 2.000.000 US-Dollar, 1200 Meter) allerdings auf Sand. Hamdan Al Maktoums Murrab unter Paul Hanagan kam mit einem Hals gegen den von Emisael Jaramillo gerittenen X Y Jet gerad noch hin. Dritter wurde Morawi. Der Oasis Dream-Sohn Murrab gewann bereits sein dreizehntes Rennen beim vierundzwanzigsten Start.
In seiner unnachahmlichen Art gewann der englische Klassejockey Ryan Moore auf dem Japaner Real Steele mit einer halben Länge Vorsprung gegen Frankie Dettori auf dem Botti-Vertreter Euro Charline den Dubai Turf (Gruppe I, 6.000.000 US-Dollar) über 1800 Meter. Der Favorit Tryster aus dem Maktoum-Quartier rettete gerade noch den dritten Platz gegen Ertjaal. Der Sieger Real Steele von Trainer Yoshito Yahagi gehört im Land der aufgehenden Sonne als Zweiter im letztjährigen St. Leger zu den besten Pferden seines Landes. „Worte können nicht beschreiben, wie ich mich jetzt fühle. Wir haben immer an dieses Pferd geglaubt und nun sind wir – ich und meine Familie – überwältigt. Er ist wirklich ein sehr, sehr gutes Pferd“, so sein Trainer.













