O´Brien und Moore wollen Geschichte schreiben

Aidan O´Brien hat im Grunde alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Doch auch der irische Meister-Trainer und sein Stalljockey Ryan Moore haben noch Träume, große Träume. Einer könnte am Samstag (Sonntagmorgen 00.50 Uhr MEZ) wahr werden, wenn im amerikanischen Bundesstaat Kentucky auf den „Churchill Downs“ das zur Gruppe I zählende, legendäre Kentucky Derby (Zwei Millionen US-Dollar) ansteht. Der berühmte „Run for the Roses“ über 2011 Meter auf der Sandbahn, der in diesem Jahr, wenn es nach dem irischen Traumduo geht, erstmals in seiner Geschichte nach Europa gehen soll.

Für dieses Unterfangen lässt Ryan Moore sogar das Guineas-Wochenende in Newmarket ausfallen, reitet in den USA den von seinem Trainer vorbereiteten Mendelssohn. Und der Scat Daddy-Sohn betritt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten keineswegs Neuland. Schon als Zweijähriger trumpfte er als Sieger im Breeders´ Cup Juvenile Turf auf, kommt mit den Gegebenheiten auf dem großen Kontinent also klar. Der O´Brien-Schützling, der zuletzt in beeindruckender Manier am Tag des Dubai World Cups das UAE-Derby nach Irland entführte, gilt bei den Buchmachern derzeit als zweiter Favorit. Vor ihm rangiert nur der von Bob Baffert vorbereitete und bei drei Starts noch ungeschlagene Justify (Zum Langzeitmarkt).

Einen Tag vor dem Derby stehen bereits die Kentucky Oaks an. Favorisiert ist hier die von William Spawr trainierte Midnight Bisou.

Im Rahmenprogramm startet auch die ehemals von Andreas Wöhler trainierte Gruppesiegerin Delectation in den Turf Sprint Stakes der Gruppe III über 1000 Meter. Auf einer derart kurzen Distanz kam die mittlerweile von US Trainer Wesley Ward betreute Delegator-Tochter zwar noch nie an den Start, gehört aber dennoch bei den Bookies zum erweiterten Favoritenkreis (Zum Rennen).

 

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