Der Traum von der Triple Crown ist ausgeträumt. Nach acht Siegen in Folge bei ebensovielen Starts musste der Kentucky Derby-Sieger Nyquist am Samstagabend in Pimlico in den 141. Preakness Stakes seine erste Niederlage hinnehmen. Der Uncle Mo-Sohn aus dem Stall von Trainer Doug O’Neill war als 17:10-Favorit unter Jockey Mario Gutierrez in das mit 1,5 Millionen Dollar dotierte Gruppe I-Rennen über 1910 Meter gegangen.
Doch am Ende reichte es für den Hengst nur zum dritten Platz. Der Sieg ging an den zweiten Favoriten, die 36:10-Chance Exaggerator, der zuletzt im Kentucky Derby hinter Nyquist den zweiten Platz belegt hatte. Der Curlin-Sohn, der zuvor insgesamt viermal hinter Nyquist geblieben war, konnte diesmal den Spieß umdrehen, und bescherte seinem Trainer Keith Desormeaux den ersten Sieg in diesem Rennen. Für dessen Bruder, den 46jährigen Jockey-Routinier Kent Desormeaux war es nach Real Quiet 1998 und Big Brown 2008 der dritte Preakness Stakes-Sieg.
Auf dem nach Regenfällen sehr matschigen Sand sah man den Favoriten Nyquist gleich an der Spitze, die ihm aber fast über den gesamten Weg vom Außenseiter Uncle Lino streitig gemacht wurde, auch Awesome Speed drückte ständig auf die Pace. Exaggerator hingegen, ohnehin ein Speedpferd, konnte sich Ende der Gegenseite an der Innenseite ins Vordertreffen schieben und hatte eine perfekte Ausgangsposition.
Ausgangs des Schlussbogens zog Nyquist alleine an die Spitze gefolgt aber sofort von Exxagerator und dem dritten Favoriten Stradivari. In der Zielgeraden ließ der Angriff von Exaggerator nicht lange auf sich warten, schnell hatte er die Fronten geklärt und stürmte zu einem leichten Sieg. Nyquist musste im Finish die Spur wechseln, und verlor auf der Linie noch den zweiten Platz an den Außenseiter Cherry Wine. Vierter wurde Stradivari.
„Ich hatte ein Traumrennen mit Exaggerator, während Nyquist doch an der Spitze nie Ruhe hatte, das war ein tolles Rennen, und er ist ein unglaubliches Pferd“, so Kent Desormeaux nach dem Rennen.












