Mullins 1-2-3 im „Champion Bumper“ – Walsh im Pech

Was für eine Energieleistung, die die von Willie Mullins vorbereitete Relegate heute im letzten Rennen in Cheltenham, dem zur Gruppe I zählenden „Champion Bumper“ (75.000 Pfund), erbracht hat. Bei 23 gestarteten Pferden lag die Flemensfirth-Tochter gut 1000 Meter vor dem Ziel noch auf dem absolut letzten Platz und es hätte wohl zu diesem Zeitpunkt kaum noch jemanden gegeben, der einen Euro auf die Stute gesetzt hätte (zum Video).

Doch dann zog die als 260:10-Chance gestartete Mullins-Vertreterin unter ihrer Reiterin Katie Walsh los um nach und nach alle ihre zumeist männlichen Konkurrenten einzusammeln. Sie packte immer besser an und flog auf den letzten Metern förmlich über das schwere Geläuf und fing ihren Stallgefährten Carefully Selected noch sicher ab. Der Well Chosen-Sohn lief seinerseits ein tolles Rennen, hatte sozusagen auf jedem der knapp 3300 Meter wie der Sieger ausgesehen, hatte nur seiner Stallgefährtin am Ende nichts mehr entgegenzusetzen.

Rang drei ging mit Tornado Flyer ebenfalls an einen Mullins-Vertreter, der damit den Iren einen Rundumerfolg im prestigeträchtigen „Champion Bumper“ bescherte. Ruby Walsh, der in der Regel während des Festivals viele chancenreiche Mullins-Pferde reitet, wird indes in Cheltenham aufgrund eines Beinbruchs, den er sich bei einem Sturz im zweiten Rennen zuzog, nicht mehr in den Sattel steigen können. Insgesamt gingen sechs der sieben Prüfungen am zweiten Meetingstag an in Irland trainierte Pferde, nur das Hauptereignis, die „Queen Mother Champion Chase“ blieb mit Altior (s. Extratext) in der Heimat.

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