Jim Crowley hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont: „Ich glaube es erst, wenn ich die Hände am Pokal habe.“ Am vergangenen Samstag war es dann soweit und ist am Rande des faszinierenden Champions Days fast ein wenig untergegangen. Der 38-jährige Jockey wurde in Ascot zum Champion-Jockey auf der Flachen in Großbritannien gekürt und wurde somit Nachfolger des Brasilianers Silvestre de Sousa, der auch in diesem Jahr die Partie lange offen halten konnte.
Hätte man Anfang des Jahres ein paar Euros oder Pfund auf den ehemaligen Hindernisjockey gesetzt, könnte man jetzt ein stattliches Sümmchen sein Eigen nennen. Üppige Kurse von über 600:10 sollen die Bookies zu Beginn der Saison auf Crowley als Champion angeboten haben.
Die Wertung des britischen Flachchampionats beginnt im März und endet im Oktober mit dem Champions Day in Ascot. In die Wertung kommen sowohl Siege auf der Sand- als auch auf der Grasbahn. Vielen deutschen Turffans wird Crowley im Zusammenhang mit dem englischen Trainer Ralph Beckett ein Begriff sein. Bei ihm war der neue Champion lange als Stalljockey tätig. Während des Titelkampfs stellte Crowley im September übrigens einen ganz besonderen Rekord auf: Er war der erste englische Jockey überhaupt, der in einem Monat 46 Sieger reiten konnte.













