Nachdem im vierten Rennen von Deauville die Stuten ihre klassische Siegerin ermittelten, waren am Sonntag etwas mehr als eine Stunde später die Hengste an der Reihe und galoppierten zur Poule d’Essai des Poulains (550.000 Euro) der Gruppe I an die 1600 Meter-Startstelle auf.
Musste sich schon bei den Ladys die Favoritin mit Rang drei zufrieden geben, konnte sich auch bei den Hengsten das gemeinte Pferd nicht durchsetzen. Der 30:10-Favorit Zarak verpasste am Ende sogar die Dreierwette und wurde nur Fünfter. Der Sieg im französischen Hengste-Klassiker, der nach einigen Problemen an der Startmaschine mit Verspätung gestartet wurde, ging nach Irland. Aidan O’Brien brachte den für Smith, Magnier und Tabor trainierten The Gurkha (86:10) an den Start und der Galileo-Sohn zauberte eine wahre „One-Horse-Show“ auf den grünen Untergrund. Am Ende verlor er die Gegner regelrecht.
Unter Ryan Moore machte sich der O’Brien-Schützling 300 Meter vor dem Zielpfosten überlegen frei und gewann leicht und locker mit fünfeinhalb Längen vor First Selection und Dicton. „The Gurkha hat das ganze Rennen kontrolliert. Er ist sauber gestartet, ist sehr entspannt galoppiert und als ich ihn aufgefordert habe zu beschleunigen, war das Rennen früh entschieden“, so Ryan Moore gegenüber GaloppOnline.de.Die Leistungssteigerung von The Gurkha ist schon bemerkenswert. Erst am 17. April hat der Galileo-Sohn in Navan seine Maidenschaft ablegen können, jetzt ist er Gruppe I-Sieger. Für Ryan Moore war es nach seinem Erfolg auf Minding in den britischen 1.000 Guineas bereits der zweite klassische Sieg in dieser Saison. Am Montag kann der Weltklasse-Reiter in Köln dann schon den dritten Klassiker holen. Im Mehl-Mülhens-Rennen reitet er den von Marco Botti trainierten Mitfavoriten Knife Edge. Sein Selbstvertrauen wird nach dem „Poule“-Sieg sicher nicht geringer geworden sein.












