Ein mehr als nur interessanter Renntag wurde am Sonntag in Longchamp geboten. Neben zahlreichen Gruppe-Rennen stand vor allem der Auftritt von Arc-Sieger Daryz im Prix Ganay im Fokus und zählte zu den Highlights des noch jungen Rennsportjahres.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte auch der Prix du Grand Point, die sechste Prüfung des Tages über 2400 Meter. Nicht etwa, weil in diesem Rennen mit Askari der einzige deutsche Vertreter des Tages an den Start kam und für Gordan Batistic Zweiter wurde, sondern durch eine eigentliche „Nebensache.“
14 Pferde wurden in die Boxen eingerückt, doch nur 13 nahmen das Rennen letztlich auf. Die Stute Altiama aus dem Stall von Trainer Alain Couétil blieb in der Box stehen, obwohl sich diese ordnungsgemäß öffnete. Die Rennleitung leitete daraufhin eine Untersuchung ein und kam zu dem Schluss, dass die Startbox einwandfrei funktionierte und Altiama selbst nicht am Rennen teilnahm.
In der Folge wurde sie nachträglich zur Nichtstarterin erklärt – mit erheblichen Auswirkungen für die Wetter, da sämtliche Einsätze auf Altiama im Nachgang zurückerstattet wurden. Brisant ist der Fall vor allem vor dem Hintergrund früherer Diskussionen um verzögert öffnende Boxen und daraus resultierende Nachteile für Wetter. In Frankreich scheint man hier eine klare Linie zu verfolgen. Eine vergleichbare Regelung existiert auch in Großbritannien bereits seit einigen Jahren.












