Es ist Herbst. Und die Zeit der Verrentungen hat begonnen. Die Abmeldungen von vierbeinigen Stars, die der Champions Day von Ascot in den vergangenen zwei, drei Wochen hinnehmen musste, werden die Termindiskussionen um das saisonabschließende Meeting erneut befeuern: Australia, und Taghrooda, Kingman und Mukhadram.
Die Liste ließe sich fortsetzen: Selbst der große The Grey Gatsby, der im nächsten Jahr weiterlaufen soll, wird in dieser Saison nicht noch einmal antreten! Da bleibt als Favorit für die mit 1.300.000 Pfund dotierten Qipco British Champion Stakes über 2012 Meter der Prachtbahn von Ascot nur der französische Dauergast als Favorit: Corine Barande-Barbes unvergleichlicher Cirrus des Aigles, mittlerweile sechsfacher Gruppe I-Sieger, bestreitet derzeit mal wieder seine übliche Herbstroute:
Nach seiner vierten Teilnahme im Prix Dollar von Longchamp Anfang Oktober, in dem er wegen Behinderung von Platz eins auf fünf herabgestuft wurde, tritt der acht Jahre alte Even-Top-Sohn nun zum vierten Mal in der berühmten Gruppe I-Prüfung von Ascot an. 2011 konnte er hier bereits einmal siegen und seinen damals ersten Top-Level-Erfolg feiern. Ein Jahr später unterlag er dem großen Frankel und im Vorjahr nach Kampf Godolphins Farhh. Ein insgesamt vierter Gruppe I-Erfolg in diesem Jahr scheint für den Ritt von Christophe Soumillon zum Greifen nah.
Drei Schützling von Aidan O´ Brien könnten am Samstag an den Start gehen: Ruler of The World war zuletzt Neunter im Prix de l´ Arc de Triomphe, doch hielt der Epsom-Derby-Sieger des Vorjahres Mitte September im Rahmen der Arc-Trials besagten Flintshire auf passendem Boden klein. Nicht auszuschließen, dass er bei einem Start in Ascot überraschen könnte. Im selben Rennen enttäuschte der vier Jahre alte Kingsbarns, der nach seinem Gruppe I-Sieg als Zweijähriger vor ziemlich genau zwei Jahren nie wieder auf die Erfolgsspur zurückfand und im September auch nur fünfdreiviertel Längen hinter seinem Trainingsgefährten einkam.
Dem Irish-Derby-Zweiten Kingfisher könnte eine Pacemaker-Rolle zukommen. Einen interessanten Außenseiter könnte übrigens David Simcock satteln, denn der fünf Jahre alte Dubawi-Sohn Sheikhzayedroad kommt als dreifacher Sieger nach Ascot. Nach einem Listen- und Gruppe II-Sieg heimste er unter Martin Lane zuletzt die Northern Dancer Turf Stakes auf Gruppe I-Ebene im kanadischen Woodbine ein – ein Sieg, von dem er noch beweisen muss, welchen Wert er besitzt.












