Zweimal hatte Politologue zuletzt keine Chancen gegen Defi de Seuil, doch beim dritten Mal drehte er den Spieß herum. Die Champion Chase (Gr.I/400.000 Pfund), das Hauptrennen am Mittwoch in Cheltenham, sollte eigentlich zur großen Show des 1,4:1-Favoriten werden, nachdem mit Altior und dann kurzfristig sogar noch Chacun Pour Soi zwei starke Gegner abgemeldet wurden.
Doch es kam wie so oft völlig anders. Während Defi de Seuil sich unterwegs außen an vierter/fünfter Stelle eingefunden hatte, machte der inzwischen zum 7,0:1 runtergewettete Zweit-Favorit Politologue an der Spitze das Tempo. Unter Harry Skelton konnte der Poligliote-Sohn an der Spitze schalten und walten wie er wollte. Je näher man dem Ziel kam, desto mehr Zweifel kamen auf, dass der große Favorit die Lücke noch schließen würde können. Und als es den Berg hinab ging war Defi de Seuil sogar noch einer der ersten der fünf Kandidaten, die angefasst werden mussten. Schlimmer noch, denn der siebenjährige Voix du Nord-Sohn aus Nicky Hendersons Quartier fand unter Jack Geraghty nichts mehr und musste sich am Ende gar mit Rang vier zufrieden geben.
Vorne hingegen stiefelte Politogue seinem ersten Sieg seit eineinhalb Jahren fast problemlos entgegen. Der Schimmel aus dem Stall von Paul Nicholls siegte in sicherer Manier und bescherte seinen Trainer so einen weiteren großen seiner unzähligen Erfolge. Und es kam noch besser für Nicholls, denn mit Dynamite Dollars stellte er auch den Runner-Up der Gr.I-Prüfung.











