Was für eine Performance, die der dreijährige Caravaggio am vorletzten Tag des königlichen Meetings in Ascot da auf das Geläuf gelegt hat. Der von Aidan O´Brien trainierte Hengst war im zur Gruppe I zählenden und mit 400.000 Pfund dotierten Coomonwealth Cup über 1207 Meter eine wahre Klasse für sich.
Kurz vor dem Start war er in der Box noch gestiegen, sprang dann aber ordentlich ab. Von seinem Reiter Ryan Moore direkt in eine gute Position gebracht, ließ es der Scat Daddy-Sohn zunächst eher ruhig angehen. Ganz im Gegensatz zu dem als Co-Favoriten in die Prüfung gegangenen Godolphin-Starter Harry Angel (Clive Cox, Adam Kirby), der unmittelbar nach dem Start das Kommando übernommen hatte. Der Erste, der sich erntshaft auf die Verfolgung des „Pacemakers“ und Dark Angel-Sohnes machte, war Mitte der Geraden Blue Point (Charles Appleby, William Buick), ein Shamardal-Sohn, der ebenfalls in Besitz des Godolphin-Imperiums steht. Lange sah es zunächst auch nach einem rein „blauen“ Einlauf aus.
Doch dann trat Caravaggio auf den Plan. Circa 200 Meter vor dem Ziel noch etwa drei Längen hinter dem Führenden, packte der O´Brien-Schützling unwiderstehlich an und flog auf den letzten Metern noch ganz leicht an dem Godolphin-Duo vorbei und behält damit weiterhin seine blütenweiße Weste. Sein Jockey musste irgendwo noch einen höheren Gang gefunden haben, so schnell wurde der Sieger auf den letzten Metern. Dementsprechend glücklich war er auch kurz nach dem Zurückwiegen: „Das war ein ganz starkes Rennen von Caravaggio. Das Rennen sollte ihn auch noch weiter gebracht haben,“ machte er keinen Hehl aus seiner hohen Meinung für den nun bereits sechsfachen Sieger. Auch Sieg-Coach O´Brien war vollen Lobes: „Er ist einfach ein brilliantes Pferd. Er ist einfach unglaublich schnell. Ryan war sich schon sehr sicher. Er wollte nicht zu früh da sein, er wollte erst spät auf den Plan treten. Genau das hat er dann auch gemacht. Ich glaube, ich hatte noch nie ein schnelleres Pferd,“ sagte er gegenüber der Racing Post. Die Plätze zwei und drei blieben in Godolphin-Hand. Der lange führende Harry Angel hatte dabei knapp das bessere Ende für sich (Zum Video).












