In der Formel 1 sind Stadtkurse das Salz in der Suppe. Es ist eine ganz besondere Faszination, die Rennboliden durch enge Straße rasen zu sehen, möglicherweise können diese Art Rennen auch als Beispiel für den Rennsport dienen.
Auf der Suche nach neuen Vermarktungsmöglichkeiten hat sich die British Horseracing Authority, kurz BHA, nun erstmals zu den Plänen geäußert, auch Pferderennen in der Stadt auszutragen. Zwei Veranstalter befinden sich aktuell im Wettbewerb um diese ungewöhnliche Idee. Der Austragungsort soll kein geringerer sein als die Innenstadt der englischen Hauptstadt London. Racing consultant Johnno Spence, dessen Firma bereits in intensiven Gesprächen mit der BHA war, erklärte, dass man frühestens im September Rennen in den „Streets of London“ wird durchführen können, während Olly Neil von GAG 403 Limited Rennen schön im ersten Quartal anstrebt, um dann zukünftig mit den Straßenrennen die Saison zu eröffnen. Nach seinen Vorstellungen soll London nicht die einzige Stadt sein, die Pferderennen in der City austrägt. „Wir werden eine globale Rennserie erschaffen. Veranstaltungen mit den besten Pferden des Landes und den weltweit besten Jockeys“, so Neil.
„Wir werden den Sport der Könige neu interpretieren und ihn einer jungen städtischen Gesellschaft näherbringen.“ Gegenspieler Spence, der die Veranstalung wohl „City Racing“ nennen wird, plant ähnlich. „Wir planen eine internationale Stadt-Rennserie, aber zunächst muss man sich stark um die Vermarktung kümmern. Wir würden das erste Rennen dieser Art im September ausrichten und dann in den nächsten Jahren expandieren. Von Seiten der BHA kommen dagegen auch warnende Signale. So sagte Sprecher Robin Mounsley, dass „die Umsetzung der Pläne alles andere als leicht sei.“ Und weiter: „Jeder Vorschlag bedarf der Genehmigung der BHA. Es gibt erhebliche Probleme, einschließlich logistischer und sozialer Belange, die angesprochen werden müssten, bevor man in die tiefere Planung einsteigt.“ Auch Rod Street von Great British Racing neigt dazu, nichts zu überstürzen. „Das Street Racing Konzept ist einer von vielen Plänen, die uns im Laufe der Jahre erreichen. Grundsätzlich bin ich dafür immer dankbar. Und die Vorstellung, Rennen in der Stadt auszutragen und sie der breiten Masse zu präsentieren, finde ich durchaus spannend. Es kann ein attraktiver Vorschlag sein, aber er muss richtig umgesetzt werden.“











