Jockey Talk | GaloppOnline

Jockey Talk

Mit Andreas Suborics

GaloppOnline.de:
Gl├╝ckwunsch zum Championat. Haben Sie speziell darauf hingearbeitet?

Andreas Suborics:
Nein, das war der Nebeneffekt einer guten Saison. Ich habe auch in den Jahren zuvor versucht, jedes Rennen gut zu reiten. Wenn man dann gute St├Ąlle im R├╝cken hat, l├Ąuft es auch entsprechend. Mit Gewalt kann man den Titel nicht erreichen. Man muss vielmehr auch die Pferde dazu haben.

Mit Alexander<br>Pietsch

GaloppOnline.de:
Herr Pietsch, Gratulation zum Bremer Gruppesieg mit Up and Away!

Alexander Pietsch:
Danke, das war wirklich eine tolle Sache f├╝r mich, endlich habe ich meinen ersten Gruppesieg geschafft und dass es so leicht gehen w├╝rde, h├Ątte wohl der k├╝hnste Optimist vor dem Rennen nicht gedacht.

GaloppOnline.de:
Sie arbeiten seit anderthalb Jahren auf der Bremer Rennbahn. War das ein Vorteil?

Mit Arnaud<br>Bouleau

GaloppOnline.de:
Gratulation zu solch einer Chance in Katar reiten zu k├Ânnen. Was sagen Sie dazu?

Arnaud Bouleau:
Ich bin nat├╝rlich sehr zufrieden. Das war ein so gutes Angebot, dass ich es nicht ablehnen konnte. Zumal die Saison in wenigen Wochen der Vergangenheit angeh├Ârt, so dass hier dann vier Monate lang keine Rennen mehr auf Gras stattfinden werden.

GaloppOnline.de:
Ist Asien Neuland f├╝r Sie?

Mit Filip<br>Minarik

GaloppOnline.de:
Platz drei in der Statistik, sind sie mit der bisherigen Saison zufrieden?

Filip Minarik:
Nat├╝rlich, es ist mein bislang bestes Jahr, eine echte Saison der Superlative mit vielen H├Âhepunkten.

GaloppOnline.de:
Werden Sie denn noch Champion?

Mit Andreas<br>Suborics

GaloppOnline.de:
Herr Suborics, seit Anfang September reiten Sie nur noch in K├Âln, nachdem Sie vorher zwischen Bremen und K├Âln gependelt sind.

Andreas Suborics:
Georg Baron von Ullmann trat durch Gebhart Apelt, Gest├╝tsleiter in Schlenderhan, schon vor einigen Wochen mit einem Angebot als Privat-Jockey an mich heran. Da ich bei Andreas W├Âhler einen sehr guten Job hatte, war es eine schwere Entscheidung f├╝r mich.

GaloppOnline.de:
Auf die Sie dann aber eingingen!

Mit Jean-Pierre<br>Carvalho

GaloppOnline.de:
Herr Carvalho, Sie verlie├čen vor kurzem den Stall von Urs Suter. Wie kam es dazu?

Jean-Pierre Carvalho:
Wirft man einen Blick auf die Statistik, wird es doch jedem klar. Ich habe in dieser Saison 14 Siege bei 64 Ritten f├╝r Urs Suter erzielt. Der Schnitt von 21,875 Prozent ist sicher nicht verkehrt, aber die Anzahl der Ritte ist einfach deutlich zu wenig. Damit konnte ich nicht zufrieden sein. Insgesamt habe ich dieses Jahr schon 216 Ritte ausgef├╝hrt. Der gr├Â├čte Teil also f├╝r fremde St├Ąlle.

Mit Christophe<br>Soumillon

GaloppOnline.de:
Sie haben in jungen Jahren schon au├čergew├Âhnliche Erfolge erreicht. Wie sind Sie zum Galopprennsport gekommen?

Christophe Soumillon:
Mein Vater war bereits Jockey und so habe ich schon fr├╝h Kontakt zu diesem Sport gehabt. Rennen haben mich immer fasziniert und ich wollte relativ fr├╝h Jockey werden. Bis ich 15 war, habe ich in Belgien geritten, habe dann die Chance bekommen, nach Frankreich zu gehen.

Mit Andrasch<br>Starke

GaloppOnline.de:
Was bedeutet dieser Derby-Sieg f├╝r Sie, verglichen mit den vorherigen auf Robertico und Samum?

Andrasch Starke:
Der erste war mein sch├Ânster Derby-Sieg. Der jetzige war der wichtigste, gerade zu dieser Zeit. F├╝r mich eine sehr emotionale Angelegenheit.

GaloppOnline.de:
Hatten Sie im Vorfeld mit einer solchen Vorstellung gerechnet?

Mit Andrasch<br>Starke

GaloppOnline.de:
Zwei Jahre nach Samum haben Sie erneut das Derby gewonnen. L├Ąsst sich Next Desert mit Samum vergleichen?

Andrasch Starke:
Er hat schon eine gewisse Ähnlichkeit mit Samum, aber um einen Vergleich zu wagen, ist es jetzt noch zu früh. Da muss man noch etwas abwarten. Parallelen gibt es in jedem Fall.

GaloppOnline.de:
Wie hat sich das Rennen f├╝r Sie entwickelt? Wann waren Sie sich Ihrer Sache sicher?

Mit L. Hammer-<br>Hansen

GaloppOnline.de:
Sie verbrachten im Winter einige Zeit in Hong Kong. Was l├Ąsst sich ├╝ber diese Metropole des Galopprennsports sagen? Was haben sie dort gelernt?

Lennart Hammer-Hansen:
Alle Erfahrungen, die man im Ausland macht, bringen einen als Jockey weiter. Aber gerade in Hong Kong konnte ich viel profitieren. Das Business ist dort knallhart. Alle Weltklasse-Jockeys reiten und in den Rennen kannst du Dir viel abschauen und lernen. Selbst in der Arbeit wird fast immer die Zeit genommen. Ich habe dadurch ein besseres Timing bekommen

Mit Eduardo<br>Pedroza

GaloppOnline.de:
Wie sind Sie an den Ritt auf Portella gekommen?

Eduardo Pedroza:
Am Montag vor einer Woche klingelte bei mir das Telefon. Andreas Suborics rief mich an, hat mich ├╝ber die Verletzung von Paul Johnson informiert. Subi hat mir geraten, einmal bei Andreas L├Âwe anzurufen. Vielleicht k├Ânnte ich dann Portella im Henkel-Rennen reiten.

GaloppOnline.de:
Haben Sie sofort gr├╝nes Licht bekommen?

Mit Andre<br>Best

GaloppOnline.de::
Aktuell l├Ąuft es bei Ihnen sehr gut. Wie sind ihre Ziele f├╝r die Saison 2002?

Andre Best:
Ich hoffe, dass ich in dem Stil, in dem ich angefangen habe, auch weitermachen kann und dieser Lauf ein wenig anh├Ąlt. Ich w├╝nsche mir auch, dass ich dieses Jahr mal ohne Zwischenf├Ąlle durchreiten kann. In den letzten drei Jahren war das ja nicht der Fall. Zuerst habe ich zwei Unfalle gehabt und dann in der letzten Saison die Sperre. Ziel ist es also, ein Jahr durchzureiten und noch m├Âglichst viele Erfolge zu sammeln.

Mit Terry Hellier

Montagmorgen, 10.45 Uhr. Wenn f├╝r andere die Woche gerade erst beginnt, haben andere bereits den ersten Arbeitstag bereits hinter sich. Wie bei vielen Jockeys. F├╝r einen Sattelk├╝nstler war dieser Montag zwar ebenfalls um diese Zeit beendet, es war aber alles andere als ein gew├Âhnlicher Tag f├╝r Terry Hellier. An jenem 8. April begann sein Engagement am Stall von Andreas Sch├╝tz, hier ritt er erstmals vier Lots.

Mit Marco<br>Monteriso

GaloppOnline.de:
Sie sind jetzt seit wenigen Wochen in Deutschland. Wie ist ihr erster Eindruck?

Marco Monteriso:
Ich habe mich in der kurzen Zeit schon ganz gut eingelebt. Deutschland ist nat├╝rlich nur schwer mit Italien zu vergleichen und die Menschen haben eine andere Mentalit├Ąt. Man ist hier nicht ganz so offen wie bei uns zu Hause. Ich bin aber sehr gut empfangen worden und viele Leute sind sehr hilfsbereit. Leider ist das Essen nicht ganz dasselbe wie in Italien.

Mit Peter<br>Braem

M├╝nchen oder Krefeld? Zwei Orte, zwei Rennbahnen, zwei Chancen. Wie soll man sich entscheiden? Eine schwierige Angelegenheit, auch und gerade f├╝r einen Jockey, der sowohl Stalljockey bei Wolfgang Figge, als auch bevirzugter Reiter am Quartier von Erika M├Ąder werden konnte. F├╝r Peter Braem wurde es eine Art Vabanque-Spiel. Nach Zusagen bei Figge sprang er letztlich doch ab, gab dem M├Ąder-Engagement den Vorzug. Der Belgier bereichert seither die NRW-Jockey-Szene. Michael H├Ąhn sprach mit ihm.

GaloppOnline.de:
Wie ist die Arbeitsatmosph├Ąre am M├Ąder-Stall?

Mit Torsten<br>Mundry

GaloppOnline.de:
Die Saison 2001 war aus rennsportlicher Sicht sicherlich nicht das Jahr des Torsten Mundry?

Torsten Mundry:
Das kann man wohl so sehen. Nach dem Kreuzbandriss musste ich bis Hamburg pausieren. Aber auch zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht hundertprozentig fit, das war erst im Herbst der Fall. Ich habe hart daran arbeiten m├╝ssen. Man sieht es ja auch bei Leistungssportlern in anderen Fakult├Ąten. Ein halbes Jahr ben├Âtigt man schon, um nach einem Kreuzbandriss wieder hundertprozentig fit zu sein.

Mit Jozef<br>Bojko

GaloppOnline.de:
Sie kehren Deutschland f├╝r vier Wochen den R├╝cken und machen Urlaub. Wohin geht die Reise?

Jozef Bojko:
Ich fliege nach Miami in Florida, will dort vier Wochen verbringen und hoffe darauf, auf der Rennbahn Gulfstream Park auch in Rennen reiten zu k├Ânnen.

GaloppOnline.de:
Ist das nun Urlaub oder ein Arbeitsurlaub?

Jozef Bojko:
Mein erkl├Ąrtes Ziel ist nat├╝rlich, Rennen zu reiten. Und wie es derzeit aussieht, stehen die Chancen daf├╝r auch nicht schlecht.

Mit Norman Richter

GaloppOnline.de:
Wie sieht die Rolle von Norman Richter im Jahr 2002 im deutschen Turf aus?

Norman Richter:
Ich bleibe bei Andreas Sch├╝tz. Andreas wird zwar keinen festen zweiten Mann hinter Andrasch Starke haben. Allerdings werde ich wohl schon meistens die zweite Farbe reiten, wenn Andrasch woanders ist.

GaloppOnline.de:
Ist diese Situation f├╝r Sie zufriedenstellend?

Norman Richter:
Eigentlich schon, gerade an einem so gro├čen Stall. Momentan habe ich keinen Grund, zu klagen.

Mit Filip Minarik

GaloppOnline.de:
Sie sind zweiter Jockey am Schiergen-Stall. Ist eine solche Position nicht komfortabel? Man hat keine Entscheidungs-Probleme zwischen Pferden und reitet doch oft gute Galopper im
Rennen.

Filip Minarik:
Genauso sehe ich das auch. Der Job, den ich aktuell habe, ist super und ich bin sehr zufrieden damit. Es gibt sehr viele gute Pferde in unserem Stall und man hat in meiner Position nicht den Druck eines ersten Mannes. So kann man lockerer arbeiten und befreiter reiten. Der Job macht mir sehr viel Spa├č und das ist wirklich wichtig.

Mit Andreas Boschert

GaloppOnline.de:
Sie treten im kommenden Jahr einen neuen Job an, bei Andreas W├Âhler in Bremen als Jockey der Pferde des Gest├╝ts Ittlingen. Wie sieht eine typische Boschert- Woche im kommenden Jahr aus?
Andreas Boschert:

Mit Christian Czachary

<b>GaloppOnline.de:</b>
Sie haben Ihren Durchbruch 2000 in Baden-Baden geschafft. Wie war das damals?

<b>Christian Czachary:</b>
Das kam alles sehr ├╝berraschend und nat├╝rlich auch sehr schnell. Auf einmal waren diese drei Listensiege da und das war sensationell. Bei Duke D'Alba hatte ich eigentlich schon vorher richtig Mumm. Ich habe auch die Abschlu├čarbeit geritten und mir Chancen ausgerechnet. Aber die anderen zwei Treffer waren richtige ├ťberraschungssiege. Mit Passimo und mit Lisieux.

Mit Andreas<br>Helfenbein

GaloppOnline.de:
Wie f├╝hlt man sich nach so einer Zeit von Licht und Schatten?

Andreas Helfenbein:
Ich bin nat├╝rlich immer noch leicht entt├Ąuscht und wollte mir nach der Winterk├Ânigin eine Auszeit nehmen. Aber Herr Steinmetz hat noch ein paar Starter im Ausland und mich gebeten, bis Ende des Jahres deswegen noch zu reiten. Und ich m├Âchte ihn nat├╝rlich nicht im Stich lassen. Am 1. November nehme ich mir dann aber wirklich die Auszeit und ├╝berlege, ob ich weiter reiten werde.

Mit Lennart Hammer-Hansen

<b>GaloppOnline.de:</b>
Sie sind D├Ąne und reiten seit vielen Jahren in Deutschland. Wie sind Sie damals nach hier gekommen?

Mit Torsten Mundry

GaloppOnline.de:
Was macht Ihr Knie nach dem Kreuzbandriss? Wie weit glauben Sie, dass es schon wiederhergestellt ist?

Mit Andreas Suborics

GaloppOnline.de:
Wie f├╝hlt man sich, wenn der Derbyfavorit abgemeldet wird?

Mit Jimmy Quinn

GaloppOnline.de:
Fangen wir mit der wahrscheinlich zukunftsweisenden Frage an: Wie lange bleiben sie in Deutschland?

Jimmy Quinn:
Ich bleibe, so lange ich einen Job habe, so lange sie mich wollen. Ich bin sehr gl├╝cklich hier in Deutschland ich habe ein sehr gutes Team. Peter Schiergen ist ein wirklich guter Mann. Alle halten zusammen, was ich unheimlich toll finde. Ich bleibe also, so lange wie sie mich wollen.

GaloppOnline.de:
Also auch, wenn es 10 Jahre sind?

Jimmy Quinn:
Ja, auch wenn es 10 Jahre sind.

Mit Andreas Suborics

GaloppOnline.de:
Aus aktuellem Anla├č erst einmal einige Fragen zu Ihrem aktuellen Amerika-Engagement. Wie kam es zu diesem Deal mit Frank Stronach?

Andreas Suborics:
Ich habe ihn in Dubai getroffen. Er ist ├╝ber die Kronenzeitung, eine sehr gro├če Zeitung in ├ľsterreich, auf mich aufmerksam geworden. In der Zeitung war nach meinen Erfolgen eine Doppelseite ├╝ber mich und die Erfolge. Ein Journalist hat Stronach dann auf mich aufmerksam gemacht. Dann hat er mich angerufen.

Mit Andrasch Starke

Andrasch Starke hat nach seinem Titel-Hattrick in Deutschland ├╝ber Winter auch Hong Kong im Sturm erobert. In Fernost hat er mit 7 Siegen und mehreren Platzierungen auch ein internationales Ausrufezeichen gesetzt. Seit M├Ąrz ist Deutschlands Ausnahmejockey wieder in Renns├Ątteln hierzulande unterwegs. GaloppOnline.de sprach mit Starke ├╝ber sein Erfolgsrezept, die Ziele und auch die Schw├Ąchen des Champions.

GaloppOnline.de:
Sie reiten von Erfolg zu Erfolg auf sehr hohem Level. Gibt es ein Andrasch Starke - Geheimrezept?

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