Der britische Trainer Ian Balding ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Er gehörte über Jahrzehnte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des englischen Rennsports und war Teil einer echten Trainerdynastie, die heute von seinem Sohn Andrew Balding erfolgreich weitergeführt wird.
Bevor Balding als Trainer Maßstäbe setzte, machte er sich zunächst selbst im Sattel einen Namen als Jockey und feierte unter anderem einen Sieg beim Cheltenham Festival. Seine Trainerlaufbahn begann 1964.
Schon wenige Jahre später gelang ihm der sportliche Durchbruch mit dem Ausnahmepferd Mill Reef. Der Hengst erreichte 1971 seinen Karrierehöhepunkt. Nach einer Niederlage in den 2000 Guineas dominierte er die Saison mit Siegen im Derby, den Eclipse Stakes, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes sowie im Prix de l’Arc de Triomphe.
Mill Reef lief in den Farben des US-Milliardärs Paul Mellon, für den Balding über Jahre hinweg weitere Spitzenpferde vorbereitete. Dazu zählten unter anderem der sechsfache Gruppe I-Sieger Glint Of Gold sowie Forest Flower, die 1986 als beste Zweijährige ausgezeichnet wurde und ein Jahr später die Irish 1000 Guineas gewann.
Auch für Queen Elizabeth II. war Balding regelmäßig erfolgreich. Einer der Höhepunkte war der Sieg von Escorial in den Musidora Stakes 1974 in York. In den 1990er-Jahren prägte vor allem die Ausnahme-Sprinterin Lochsong seinen Stall, die für Besitzer Jeff Smith lief und 1993 zum Cartier Horse of the Year gewählt wurde.











