Die Nachricht machte am Sonntag in Düsseldorf die Runde. Anton Kurth, Kult- und Groß-Wetter aus Köln, und in der Galopper-Szene besser bekannt unter seinem Spitznamen „Tapeten-Toni“, ist am Samstag im Alter von 84 Jahren verstorben.
Der in Köln lebende Kurth war vor allem in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einer der größten deutschen Wetter und ein echtes Original. Die Geschichten, die er erzählen konnte, und die es über ihn gab, sind Legende. Besonders markant war sein Stil, selbst bei bitteren Niederlagen behielt er stets die Fassung und Contenance. Simon Springer benannte sogar ein von ihm gezogenes Pferd nach ihm. Der Mehmas-Sohn „Tapeten Toni“ gewann Rennen in England, Frankreich und der Schweiz.
Am Kölner Eigelstein konnte man ihn über Jahrzehnte morgens im Eiscafe seiner Wahl bei einem Kaffee antreffen und mit ihm über Gott und die Welt, und natürlich den Galopprennsport plaudern. Zuletzt war das leider nicht mehr möglich gewesen, denn nach einem Schlaganfall war es um die Gesundheit von Anton Kurth schon länger nicht mehr gut bestellt. Mit „Tapeten Toni“ verliert der deutsche Galopprennsport ein echtes Original.












