Bei der Veranstaltung in Stratford ist am Montag erstmals das neue Startverfahren für britische National Hunt-Rennen getestet worden. Sie sollen Fehlstarts bei Hindernisrennen verringern. Dabei sollen neue Markierungsstangen einen sichtbaren Startbereich festlegen, und die Pferde müssen sich im Schritttempo den Bändern nähern. Bei den Rennen in Stratford konnte man ca. 35 Meter vor der offiziellen Startmarkierung einen zweiten orangenen Pfosten erkennen. Erst wenn die ersten Pferde diesen geschaffenen Bereich betreten, dürfen die Starter das Rennen ablassen.
Die BHA reagiert damit auf die zuletzt gestiegene Zahl abgebrochener Starts, besonders bei großen Meetings. Beim diesjährigen Cheltenham Festival waren 40 Prozent der Rennen betroffen, 2022 waren es noch 18 Prozent. Die Änderungen wurden unter Einbeziehung von Jockeys und Trainern erarbeitet und sollen für mehr Klarheit beim Start sorgen.
Die erste Testphase dauert sechs bis acht Wochen. Verstöße der Reiter gegen die neuen Vorgaben werden in dieser Zeit von der Rennleitung angesprochen, bleiben aber ohne Sanktion; für Verstöße gegen die bisherigen Startregeln gelten die bestehenden Strafen weiter.
Erster Sieger unter diesen neuen Voraussetzungen wurde der von Dr. Christoph Berglar gezogene No More Bolero. Der Protectionist-Sohn wird mittlerweile von James Owen trainiert. Callum Pritchard saß im Sattel des 1,9:1-Favoriten.










