Im Zuge umfangreicher Sparmaßnahmen könnten sich in der französischen Rennbahnlandschaft deutliche Veränderungen ergeben. Besonders interessant aus deutscher Sicht sind die Pläne für Nancy und Straßburg. Beide Bahnen sind regelmäßig Ziele deutscher Trainer. Künftig sollen sich die Rennbahnen jeweils auf eine Sparte konzentrieren.
Nancy soll nach den Vorschlägen einer von France Galop eingesetzten Task Force verstärkt auf den Hindernissport ausgerichtet werden, das berichtete zunächst die Racing Post. Straßburg würde sich dagegen zu einer spezialisierten Flachrennbahn entwickeln. Die bisherigen Renntermine und Prüfungen sollen entsprechend zwischen den beiden Standorten verlagert werden. Gemischte Renntage mit Flach-, Hindernis- oder Trabrennen sollen deutlich reduziert werden.
Hintergrund sind die vergleichsweise hohen Kosten solcher Veranstaltungen. Verschiedene Gruppen von Trainern, Reitern und Stallpersonal müssen anreisen, zudem müssen die Geläufeverantwortlichen mehrere Bahnen für die unterschiedlichen Sparten vorbereiten. Durch die Spezialisierung sollen diese Ausgaben sinken. Für deutsche Quartiere könnte Straßburg dadurch als nahe gelegenes Ziel für Flachpferde noch stärker in den Mittelpunkt rücken.
Deutlich schwerwiegender fallen die Pläne für vier andere Rennbahnen aus. In Saint-Malo, Amiens, Les Sables-d’Olonne und Tarbes könnten die Galopprennen komplett eingestellt werden.
France Galop verfolgt das Ziel, den französischen Rennsport bis 2029 finanziell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Erste Untersuchungen hatten Einsparmöglichkeiten in Höhe von 29,8 Millionen Euro ergeben. Nach weiteren Beratungen in den regionalen und fachbezogenen Gremien soll Ende September über die Vorschläge entschieden werden. Eine Umsetzung wäre bereits ab Januar möglich.











