Saddadd ist der Sieger! Jack Mitchell entführt den Sieg im Grossen Preis nach England

Es ist ein Gast, aber nicht der, mit dem man gerechnet hatte. Am Ende setzte sich Saddadd in den Farben von Sheikh Ahmed al Maktoum durch, jene Farben gewannen den Grossen Preis von Baden bereits 2001 mit Morshdi. Der von Roger Varian trainierte Vierjährige wurde von Jack Mitchell zum Erfolg in der mit 300.000 Euro dotierten Gruppe I-Prüfung über 2400 Meter geritten.

Dabei entwickelte sich ein Rennen, in dem die Teilnehmer immer wieder unterschiedliche Positionen innehatten. Nachdem Nariman über weite Strecken das Tempo bestimmt hatte, suchte Billy Loughnane auf dem 1,5:1-Favoriten Giavellotto als Erster die Entscheidung. Ausgangs des Schlussbogens brachte er seinen Kandidaten nach vorne und gleichzeitig weit nach außen. Dahinter kamen die Gegner zunächst vom Gebiss, doch früh war zu erkennen, dass sich Giavellotto nicht entscheidend lösen konnte. Francis-Henri Graffards Parachutiste unter Clement Lecoeuvre trat groß auf, auch Saddadd, der die erste Tempoverschärfung zunächst nur schwer mitgehen konnte, wurde unter Jack Mitchell immer stärker. Auf den letzten Metern hatte er schließlich den längsten Atem. Nach seinem diesjährigen Gruppesieg und einer Platzierung auf Gruppe I-Ebene gelang Saddadd nun der ganz große Treffer.

Saddadd siegt unter Jack Mitchell im Wettstar.de - 156. Grosser Preis von Baden, Gr.1
Saddadd siegt unter Jack Mitchell im Wettstar.de – 156. Grosser Preis von Baden, Gr.1

Parachutiste belegte Rang zwei, dahinter gab es aus deutscher Sicht noch eine erfreuliche Leistung. Der von Andreas Suborics trainierte Bright Light machte unter Benjamin Marie vom letzten Platz noch viel Boden gut und schnappte Giavellotto auf der Linie Rang drei weg. Für den von Marco Botti trainierten Favoriten blieb damit nur der enttäuschende vierte Platz. Rang fünf ging an Yasmin Almenräders Spezialist unter Bauyrzhan Murzabayev.

Nariman für Darius Racing fiel nach seiner Führungsarbeit weit zurück, wurde allerdings auch nicht mehr voll ausgeritten. Er verlor sogar noch den sechsten Platz und somit 2.000 Euro Preisgeld an Adel Massaads Wild Crusade. Der Riesenaußenseiter fiel im Schlussbogen aus dem Rennen und war meilenweit zurück, doch Alexander Pietsch ritt seinen Partner schonend weiter und wurde noch Sechster. Der von Marcel Weiß trainierte Lordano wurde am Morgen aufgrund des schnellen Bodens abgemeldet.

Das Rennen wurde in einer richtig schnellen Zeit gelaufen. 2:27,66 Minuten brauchte der Sieger für die 2400 Meter. Als kleiner, hinkender Vergleich, der zuvor über die gleiche Distanz gelaufene Ausgleich III wurde mit 2:33,56 gemessen. Der T. von Zastrow Stutenpreis gestern in 2:32,90.

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