Loucas ein Klassepferd! – Lockerer Sieg im Brunner-Oettingen-Rennen

Er bewies sich als bestes deutsches Pferd und zugleich als bester Dreijähriger: Gestüt Ittlingens Loucas konnte am Sonntag das erste Gruppenrennen des Tages, das 93. Brunner-Oettingen-Rennen, für sich entscheiden. Der Ittlinger aus dem Stall von Waldemar Hickst wurde von Rene Piechulek von der Spitze aus geritten und auf der langen Iffezheimer Zielgeraden immer wieder neu motiviert. Der Hengst legte stets weiter zu und verwies die starken ausländischen Gäste auf die Plätze. So richtig kam der Erfolg dabei nie in Gefahr.

Vor allem Francis-Henri Graffards Mandanaba hatte im Vorfeld als schwer zu schlagen gegolten. Die Stute aus dem Besitz von Prinzessin Zahra Aga Khan war im vergangenen Jahr Zweite in der Poule d’Essai des Pouliches und zuletzt auf Gruppe I-Ebene in den USA platziert. Doch Loucas bewies als 4,8:1-Chance, wie stark die Form des über 1600 Meter noch nie enttäuschenden Best Solution ist. Immer wieder legte er unter Piechulek zu, im Ziel hatte Loucas einen komfortablen Vorsprung. Mandanaba hatte in der Zielgeraden zunächst keine echte Lücke, kam aber früh genug frei, um den Sieger noch herauszufordern. Entscheidend näher kam sie jedoch nicht mehr und musste sich mit Rang zwei begnügen. „In München konnte ich ihn leider nicht reiten, dafür aber heute. Ich freue mich riesig, dass es geklappt hat. Ich habe die Gegner in der Geraden wahrgenommen, hatte aber ein gutes Gefühl und kenne ihn ja auch. Ich weiß, dass er niemals aufsteckt“, erklärte der Siegreiter. Trainer Waldemar Hickst schlug selbstverständlich in die gleiche Kerbe: „Das sind die Momente, die man genießen muss. Ich habe schon angedeutet, dass er sehr gut drauf ist. Er hat in München schon im Handgalopp gewonnen, egal ob es gut besetzt war oder nicht, er hat ganz leicht gewonnen. Er ist noch nie schlecht gelaufen, nur im Derby über 2400 Meter.“

Dritter wurde der englische Gast Ridari für George Scott unter Billy Loughnane. Er war unterwegs stets in der Nähe von Loucas, konnte diesem in der entscheidenden Phase aber ebenfalls nicht Paroli bieten. Rang vier ging an den zweiten Dreijährigen im Rennen, den von Henk Grewe vorbereiteten Nardos. Nach der Abmeldung von Next Mine aus dem Besitz von Eckhard Sauren wurde Nardos von Stalljockey Thore Hammer-Hansen geritten. Eine Siegchance hatte er nie, ganz spät sicherte er sich aber noch das vierte Geld vor dem weiteren französischen Gast Darius Cen unter Aurelien Lemaitre. Dahinter wurde Aster Sechste, Siebter und damit Letzter wurde Yasmin Almenräders Montanus unter Bauyrzhan Murzabayev.

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