Besitzervereinigung: Baum manifestiert Verhandlungs-Standpunkte

Bei der mehr als zweieinhalb Stunden andauernden Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen hat Präsident Gregor Baum die Standpunkte der Vereinigung für die anstehenden Verhandlungen um Termine und Budgets des Folgejahres und darüber hinaus dargelegt.

„Die auf Initiative der Besitzervereinigung entstandenen Premium-Renntage sollen auch 2027 fortgesetzt werden“, so Baum, „aber das ist auf Dauer nicht ausreichend.“ Es sei der berechtigte Anspruch, den Rennsport gemeinsam mit den Rennvereinen „auf Augenhöhe“ zu führen.

Baum machte fünf Punkte fest, die der Besitzervereinigung dabei wichtig seien. Punkt 1 sei die weitergehende Umsetzung eines Konzeptes zur Besitzergewinnung, aktuell sei TurfMatch als digitale Plattform hier ein erster, wichtiger Schritt. „Ohne neue Besitzer ist der Sport nicht zu retten“, so Baum.

Punkte 2: „Die Rennpreise müssen sich deutlich entwickeln, über eine spürbare Erhöhung.“ Vor rund zwei Wochen habe man ein moderates und machbares Konzept vorgelegt, welches für die kommenden drei Jahre eine Steigerung von je zwischen 10 und 20 Prozent vorsehe. Es sei Grundlage der Ökonomie, dass eine Korrelation zwischen der Höhe der Rennpreise und der Anzahl der Besitzer bestehe. Vor allem sei es wichtig, Listen- und Gruppe-Rennen dem Standard anderer Länder zumindest anzunähern.

Als dritten Punkt nannte Baum den Erhalt der Züchterprämie. „Wir stehen für diesen Erhalt. In einer Umfrage haben 80 Prozent der Befragten gesagt bei einem Wegfall werde man die Zuchtaktivitäten einstellen oder deutlich reduzieren.“

Viertens müssen die Thematiken des Tierwohls und die Qualitäten der Bahnen in den Köpfen aller Entscheidungsträger verankert werden und schlussendlich müsse man weiterhin an der Wertschätzung von Züchtern und Besitzern arbeiten, wobei im letzten Fall schon einige positive Entwicklungen zu verzeichnen seien.

Stephan Buchner (Baden Galopp und BGG) ging in einem Schluss-Statement auf die geforderten Rennpreis-Erhöhungen insoweit schon einmal ein, als dass er sagte, der dann im Raum stehende Betrag von zwischen 2 und 3 Millionen Euro pro Jahr müsse natürlich zwingend auf irgendeine Weise gegenfinanziert werden. Das wird dann wohl auch der Kern der anstehenden Diskussionen und Verhandlungen sein.

Einen ausführlichen Bericht zur Versammlung lesen Sie in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe der Sport-Welt.

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