Am gestrigen Dienstag wurde bekannt, dass der für den 16. August geplante Renntag in Dortmund mangels Starter abgesagt werden musste. Als Reaktion auf diese Absage erreichte uns am Mittwoch eine Pressemittelung von Deutscher Galopp. In dieser äußern die einzelnen Verbände ihr Bedauern über die Absage.
„Deutscher Galopp, die Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen, der Deutsche Trainer- und Jockeyverband sowie der Verein Deutscher Besitzertrainer bedauern die Absage des für den 16. August 2026 geplanten Renntages in Dortmund außerordentlich. Die Absage ist insbesondere für die Besitzer, Trainer, Jockeys und alle weiteren Beteiligten sehr enttäuschend, die ihre Planungen auf diesen Termin ausgerichtet und ihre Pferde gezielt auf die ausgeschriebenen Rennen vorbereitet hatten“, schreibt der Dachverband.
Andreas Suborics, Präsident des Deutschen Trainer- und Jockeyverbandes, sagt: „Einen Renntag auf einer A-Bahn mitten in der Saison ohne vorherige Abstimmung und ohne gemeinsame Rettungsbemühungen abzusagen, sendet ein falsches Signal an alle Besitzer, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin bereit sind, in den deutschen Galopprennsport zu investieren. Für uns stellt sich außerdem die Frage, weshalb weder der Deutsche Trainer- und Jockeyverband noch die Trainer im Vorfeld kontaktiert wurden, um gemeinsam zu versuchen, weitere Starter für den Renntag zu gewinnen. Ein solcher Austausch wäre aus unserer Sicht selbstverständlich gewesen und hätte möglicherweise dazu beitragen können, die Veranstaltung doch noch stattfinden zu lassen. Diese Absage ist ein schwerer Rückschlag für alle, die an die Zukunft des deutschen Galopprennsports glauben und sich täglich mit großem Engagement für ihn einsetzen.“
Gregor Baum, Präsident der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen, zu der Absage: „Auch der Vorstand der Besitzervereinigung empfindet den Zeitpunkt der Absage als äußerst unglücklich. Nach unserer Einschätzung bestand durchaus die Möglichkeit, zumindest fünf oder sechs Rennen mit durchschnittlich sechs bis acht Startern durchzuführen. Die deutschen Besitzer benötigen verlässliche Renntermine und Planungssicherheit. Deshalb müssen alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten, Absagen von Rennveranstaltungen nach Möglichkeit zu vermeiden und tragfähige Lösungen zu finden. Das liegt im Interesse des gesamten Galopprennsports.“
Detlef Kaczmarek, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Besitzertrainer: „Von der Absage sind auch fünf in Deutschland lizenzierte Besitzertrainer mit insgesamt sechs Pferden unmittelbar betroffen. Der Verein Deutscher Besitzertrainer hätte sich deshalb eine frühzeitige Einbindung der Trainer und Besitzertrainer in die gemeinsame Suche nach zusätzlichen Startern und einer möglichen Lösung gewünscht.“
Auch der Dachverband selbst äußert sich: „Deutscher Galopp bedauert die Absage des Dortmunder Renntages außerordentlich. Wir sind daher froh, dass es in enger Abstimmung mit dem Hannoverschen Rennverein gelungen ist, zumindest den ausgeschriebenen Ausgleich II kurzfristig in das Rennprogramm in Hannover zu übernehmen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp.










