Mit dem Prix Rothschild als erstem Gruppe I-Highlight startete am Sonntag das große Sommer-Meeting von Deauville und wieder durfte Andrew Balding jubeln. Der Trainer, der zuletzt mit Kalpana die „King George“ gewinnen konnte, gewann mit Blue Bolt, die wie Kalpana in Juddmonte-Besitz steht, erstmals den „Rothschild“. Im Sattel saß Juddmonte-Stalljockey Colin Keane. Auch für den Jockey war es eine Premiere.
Blue Bolt, eine vierjährige Blue Point-Tochter, kam nach ihrem Sieg in den Falmouth Stakes als klare 1,5:1-Favoritin an den Start. In Newmarket gewann sie gegen Aidan O’Briens Precise. Die Irish 1000 Guineas-Siegerin war auch in Deauville dabei, hatte aber erneut das Nachsehen gegen die in diesem Jahr jetzt bei vier Starts ungeschlagene Blue Bolt. Platz drei belegte Moon Target.
Blue Bolt wurde an dritter Stelle geritten und in der Schlussphase an die Rails beordert. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ryan Moore auf Precise die Spitze genommen, doch Blue Bolt hatte letztlich den größeren Schwung.
„Die letzten Wochen mit diesen großen Erfolgen empfinde ich als das Resultat harter Arbeit in den letzten Jahren. Blue Bolt ist eine große, toughe Stute, die sich immer noch weiterentwickelt, und es könnte durchaus sein, dass wir das Beste von ihr noch nicht gesehen haben – zumal sie auch bodenunabhängig ist. Eine Rückkehr hierher zum Prix Jacques Le Marois ist derzeit nicht der Plan, mir scheint die Erholungszeit zu kurz. Die Matron Stakes von Leopardstown Anfang September scheinen uns das passendere nächste Rennen für sie, und danach könnten wir es gegen die Hengste versuchen – in den Queen Elizabetn II Stakes am Champions Day von Ascot oder auch in der Breeders‘ Cup Mile“, sagte Andrew Balding nach dem Sieg.










