Wieder Scandinavia im Goodwood Cup – Trawlerman im Riesenpech

Es sollte die große Ascot Gold Cup-Revanche werden, doch der Al Shaqab Goodwood Cup (500.000 Pfund), das erste Gruppe I-Rennen von Glorious Goodwood, entwickelte sich am Dienstag völlig anders, als erwartet. Zwar waren der von Aidan O’Brien für Coolmore-Interessen trainierte Scandinavia und Godolphins Trawlerman wie schon in Ascot eins-zwei, zu einem echten Duell der beiden Top-Stars kam es aber nicht.

Dafür sorgte Amiloc. Der dritte Favorit wurde schon kurz nach dem Start reiterlos und ging die gesamten 3219 Meter lose vor dem Feld. William Buick, der das Feld anführte, musste höllisch auf der Hut sein, dass sein Partner Trawlerman nicht zu sehr irritiert wurde. Doch in der Zielgeraden konnte auch Buick nichts mehr machen, als Amiloc nach innen zog und dem immer noch führenden Trawlerman mächtig in die Parade führ. Buick musste den bis dahin gut gehenden Gosden-Schützling aufnehmen, was wiederum Ryan Moore auf dem Titelverteidiger Scandinavia eiskalt ausnutzte.

Moore startete den Angriff, während Trawlerman zu viel Schwung verloren hatte, um noch einmal zurückzuschlagen. Buick rettete das zweite Geld vor Rahiebb. Doch das war höchstens noch Schadensbegrenzung. Für den Justify-Sohn Scandinavia (2,2) war es der siebte Sieg in Serie und der vierte auf Gruppe I-Ebene. Aidan O’Brien, dessen Stallform zuletzt einige Fragen aufgeworfen hatte, meldete sich zurück und feierte seinen sechsten Sieg im Goodwood Cup. Doch natürlich stand über allem die Frage: Wie wäre das Rennen wohl ohne den „Faktor Amiloc“ ausgegangen?

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