Eine ganz bittere Nachricht kommt aus dem Gestüt Ittlingen! Alleno, neben Hochkönig der aktuell beste deutsche Galopper, musste seine Karriere beenden, nachdem der Nathaniel-Sohn, der bei einem GAG von derzeit 97 Kilo steht, zuletzt Dritter im Großen Hansa-Preis von Hamburg geworden war. Davor hatte er den Großen Preis von Tattersalls und den Sauren Dachfonds Preis für sich entscheiden können. Nun das jähe Karriereende für den Hengst, der im Alter von fünf Jahren zur absoluten Top-Form gefunden hatte.
„Er hat durch das Laufen im Hansa-Preis eine Veränderung im Sehnengewebe erlitten. Aus diesem Grund mussten wir ihn aus dem Rennstall nehmen“, sagte Ittlingen-Boss Manfred Ostermann am Montag gegenüber GaloppOnline.de. „Es hat mich extrem getroffen, als ich die Nachricht aus dem Rennstall erhalten habe. Jetzt suchen wir einen Platz als Deckhengst für ihn und hoffen, dass wir das in den nächsten zwei, drei Wochen realisieren können.“
Weiter sagte Ostermann: „Ich war massiv beeindruckt von den Bodenverhältnissen in Hamburg und ich mache mir im Nachhinein große Vorwürfe, dass ich drei meiner besten Pferde, nämlich Alleno, Englishman und Loucas, in Hamburg habe laufen lassen.“
Ostermann fügt an: „Der gesamte deutsche Rennsport muss sich nun Gedanken machen, ob solche Bedingungen zu verantworten sind, zumal auch derart viele Rennen auf der Außenbahn entschieden wurden. Ich erkenne das Engagement des Hamburger Vorstands an, aber die Rahmenbedingungen sind für Pferde, Trainer und Reiter nicht akzeptabel. Das Horner Moor bietet Konstellationen, die wir alle nicht beherrschen.“ Ostermann sieht zudem auch das internationale Standing des Deutschen Derbys gefährdet. „So kann es nicht weitergehen, es schadet uns mehr als es uns hilft“, schließt er ab.










