Normalerweise wird der Meetings-Champion der Reiter in Bad Harzburg erst nach dem abschließenden Renntag am Sonntag im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jockey-Cup der Goslarschen Zeitung in den Salzmann-See geworfen. In diesem Jahr war das jedoch anders. Sibylle Vogt hatte bei den ersten vier Renntagen, an denen sie jeweils vor Ort war, mit fünf Siegritten und zahlreichen weiteren Platzierungen einen so großen Vorsprung herausgeritten, dass sie den letzten Meetingstag ganz entspannt aus München verfolgen kann.
Von den am Sonntag noch in Bad Harzburg antretenden Reitern könnte nur noch Hakim Tabet theoretisch aufschließen. Mit seinen vier geplanten Ritten kann er allerdings maximal 40 Punkte sammeln und würde selbst dann den Rückstand von mehr als 41 Punkten auf Vogt nicht mehr aufholen. Deshalb wurde Sibylle Vogt bereits am Samstag nach dem letzten Rennen traditionsgemäß in den Salzmann-See geworfen.

Eine kleine theoretische Hintertür bleibt dennoch: Sollte Hakim Tabet am Sonntag kurzfristig zusätzliche Ritte übernehmen, könnte er in der Theorie noch genügend Punkte sammeln. Praktisch gilt der Titel für Sibylle Vogt aber als sicher – und der „Sprung“ in den See durfte deshalb schon einen Tag früher erfolgen.











