Seguro schlägt für Marie und Suborics die Älteren

Ein echtes Ausrufezeichen des klassischen Jahrgangs setzte Seguro im Großen Preis von LOTTO Hamburg. Der von Andreas Suborics trainierte Romanised-Sohn aus der Zucht von Thomas Schäffer, der auch weiterhin als Mitbesitzer des Stalles Simply Red ist, gewann die Gruppe III-Prüfung als 3,5:1-Chance und ist damit der erste Dreijährige des Jahrgangs 2023, der in Deutschland auf Black Type-Ebene gegen ältere Pferde erfolgreich war.

Unter Benjamin Marie wurde Seguro zunächst aus dem Mittelfeld geritten. Ganz innen fand Marie schließlich eine Lücke an den Rails und der Dreijährige stieß entscheidend nach vorne. Wie schon bei seinem Erfolg im Derby Trial in Baden-Baden wirkte der Hengst in der Zielgeraden noch etwas grün, steigerte sich aber kontinuierlich. Wir hatten ein perfektes Rennen. Er ist noch sehr babyhaft, gerade im Vergleich zu den älteren Pferden. Aber das Rennen ist perfekt aufgegangen und so hat er gewonnen“, kommentierte Benjamin Marie den Erfolg von Seguro.

Siegtrainer Andreas Suborics äußerte sich nach dem Rennen sehr ausführlich: „Ich freue mich wahnsinnig. Sich als Dreijähriger gegen die älteren Pferde durchzusetzen, ist eine Wahnsinnsleistung. Ich habe immer viel von dem Pferd gehalten. Im Winter mussten wir ihm einen Chip entfernen lassen, der ihn schon als Zweijährigen etwas gestört hat. Das war wohl auch ein Grund, warum er in den Rennen manchmal etwas zu heiß war. Jetzt ist er deutlich entspannter, auch im Rennverlauf, und das war heute perfekt. 200 Meter vor dem Ziel sah er schon geschlagen aus, weil er nicht ganz gerade blieb. Benjamin hat ihn aber wieder zusammengenommen, und dann hat er noch einmal angepackt. Für einen Dreijährigen war das eine ganz tolle Leistung. Das waren gestandene Gruppepferde, gegen die er gewonnen hat. Der weiche Boden hat uns dabei wahrscheinlich zusätzlich geholfen. Er hat eine Nennung für den Großen Dallmayr-Preis in München. Das ist natürlich noch einmal ein anderes Kaliber, aber heute hat er bewiesen, dass er mit den deutschen Grand Prix-Pferden gut mithalten kann. Er ist ein Pferd, das sich weiter steigern wird. Deshalb geht es als Nächstes definitiv nach München. Außerdem hat er auch eine Nennung für den Preis von Europa. Vielleicht versuchen wir im September dann einmal die weitere Distanz. Das entscheiden wir aber gemeinsam und schauen, wie sich das Pferd weiterentwickelt. Das nächste große Ziel ist auf jeden Fall der Große Dallmayr-Preis in München.“

Einfach machte es ihm die Konkurrenz allerdings nicht. Die Ausgleich I-Siegerin Soft Winds aus dem Stall von Alicia Baum aus dem Gestüt Brümmerhof, kämpfte die gesamte Zielgerade um den Sieg und hatte am Pfosten nur einen minimalen Rückstand. Dennoch musste sie sich knapp geschlagen geben. Ebenfalls stark lief Delgardo für Trainer Andreas Wöhler, den Stall Bergholz und Eduardo Pedroza. Er schien in der Schlussphase bereits geschlagen, fand dann aber noch einmal zurück und belegte als Dritter nur knapp hinter den beiden Erstplatzierten Rang drei.

Nur zu Rang vier reichte es für Favorit Lazio. Der Schützling des Stalles Lucky Owner lag unter Rene Piechulek weit hinten und musste in der entscheidenden Phase nach vorne hin viel Boden gutmachen. Am Ende wurde es für den Vertreter von Traoner Waldemar Hickst Rang vier. Atoso wurde als Vorjahressieger für Sarka Schütz Fünfter.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Do., 02.07.Hamburg
Sa., 04.07.Hamburg
So., 05.07.Hamburg
Fr., 10.07.Saarbrücken
Sa., 11.07.Köln
So., 12.07.Mülheim
Galopprennen in Frankreich
Do., 02.07.Longchamp, Senonnes
Fr., 03.07.Clairefontaine, Tarbs
Sa., 04.07.Deauville
So., 05.07.Saint-Cloud
Mo., 06.07.Vittel, Clairefontaine
Di., 07.07.Chantilly, Aix les Bains