Auf der Suche nach dem Derby-Sieger – Siemen über Startboxen und -nummern

Im Vorfeld eines jeden Derbys wird viel über die Startboxen gesprochen und diskutiert. Die Frage wer startet wo, scheint oft entscheidend, wenn es um die Frage des Sieges geht. Dabei hat das Derby in seiner Historie durchaus gezeigt, dass es aus jeder Startbox gehen kann. Diesem Thema hat sich auch Chef-Handicapper Harald Siemen in seinem aktuellen Blog auf der Webseite von Deutscher Galopp gewidmet.

„Seit 58 Jahren wird in Hamburg aus Boxen gestartet. Dabei hat sich herausgestellt, dass insbesondere die vier inneren Startstellen, also die Startboxen eins bis vier, tendenziell am besten abschneiden. Im Umkehrschluss heißt das aber nicht, dass die Pferde aus den äußeren Startboxen in Hamburg auffällig schlechte Ergebnisse erzielt haben, wie das zum Beispiel in Chantilly beim französischen Derby der Fall ist. Selbst die Startbox 21 führte durch Tarim einmal zum Erfolg, Surumu und Palladium nahmen das Rennen von der 20 auf“, schreibt Siemen.

„Anders sieht es wenig überraschend bei den Programmnummern aus, die seit 1977 (mit Ausnahme von 1982) nach Handicapeinschätzung vergeben werden. Die Hälfte aller Derbysieger war seitdem unter den Pferden mit den Nummern eins bis vier zu finden, weitere 30 Prozent trugen die Nummern fünf bis acht. Wer also den kommenden Derbysieger unter den Nummern eins bis acht sucht, wird mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit richtig liegen. Ob das allerdings bei der Anlage einer Wette wirklich hilfreich ist, steht auf einem anderen Blatt. Der Derbysieger mit der höchsten Programmnummer war 1994 Laroche, er trug die 17; Luigi war 1988 mit der 16 unterwegs.“

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