Es war das Thema nach dem Epsom Derby: Der Favorit Benvenuto Cellini stand beim Start nur auf drei Beinen (er hing mit einem Bein in der Startmaschine fest) und wurde nachträglich zum Nichtstarter erklärt, da er keinen fairen Start hatte. Zuvor war im geschlagenen Feld ins Ziel gekommen. Am Sonntag nun hatte der Frankel-Sohn aus dem Quartier von Aidan O’Brien im Irish Derby (1.150.000 Euro) der Gruppe I die Gelegenheit sich für das Pech in England zu rehabilitieren. Und das tat er!
Unter Ryan Moore, der sich auch nach Epsom für den im Besitz von Brant, Magnier, Tabor, Smith und Westerberg stehenden Hengst entschieden hatte, ging der Favorit auf dem Curragh zunächst an achter und damit letzter Stelle, ehe er sich bald auf Platz fünf verbesserte. In den Einlauf hinein griff Moore auf dem 2,7:1-Favoriten an und von da an stand schon fest, dass Aidan O’Brien auch das irische Derby gewinnen wird, denn die Spitze hatte zu diesem Zeitpunkt der Epsom Derby-Sieger Christmas Day genommen, ihm folgte sein Trainingsgefährte Pierre Bonnard (7. in Epsom). Doch mit der Distanz wurde Benvenuto Cellini immer zwingender und als es Zeit war zu kämpfen, tat der Frankel-Sohn dies auch mit viel Herz. Dahinter komplettierten Christmas Day und Pierre Bonnard die O’Brien-Dreierwette. Für Aidan O’Brien war es der schon 18. Triumph im Derby seines Heimatlandes. Einsame Spitze.
Ohne Möglichkeiten war im Irish Derby der von Joseph O’Brien trainierte und letztlich sechstplatziere James J Braddock, der auch eine Nennung für das Deutsche Derby hat, doch zog man das Derby auf der grünen Insel dem deutschen Klassiker vor.











