Bella Sinfonia kommt rechtzeitig! Wöhler und Pedroza siegen im Hauptereignis

Es entwickelte sich im Großen Preis der Sparkasse Dortmund ein doch eher eigener Rennverlauf. In dem mit 30.000 Euro dotierten Listenrennen für die Stuten über 1800 Meter, welches zu Beginn der Dortmunder Gegenseite gestartet wurde, kamen die Teilnehmerinnen quasi über die gesamte Bahn verteilt daher. Teilweise in zehn oder elf Spuren ging es durch die Gegenseite, denn fast kein Reiter wollte sich hinter einer der Gegner einsortieren. Nur wenige suchten tatsächlich einmal Deckung und so entwickelte sich ein ungewöhnliches Bild, ehe das Feld den Schlussbogen erreichte.

In vielen Spuren bog das Feld dann in Richtung des Bogens ein und zunächst war es Full of Hope unter Nina Baltromei, die das Kommando übernahm. Hinter der Führenden kam es kurzzeitig zu einer kleinen Rangelei, die glücklicherweise ohne größere Folgen blieb. Die von Christian Sprengel trainierte Stute kämpfte anschließend in der Geraden lange tapfer weiter und schien zwischenzeitlich sogar auf dem Weg zu einem möglichen Listensieg zu sein. Doch dahinter formierten sich die Angriffe der stärker werdenden Gegnerinnen. Den längsten Atem besaß letztlich Bella Sinfonia aus dem Quartier von Andreas Wöhler. Die Night of Thunder-Tochter aus der Zucht der Stiftung Gestüt Fährhof, die auch die bekannten Fährhofer Farben trug, wurde unter Eduardo Pedroza nach einem Rennen im hinteren Drittel immer stärker. Zwischen den Pferden fand die Stute entscheidend freien Raum und entwickelte auf den letzten Metern einen enorm starken Schlussakkord. Mit diesem beherzten Angriff konnte Bella Sinfonia die bereits wie die Siegerin aussehende Mala Wyska aus dem Stall von Peter Schiergen doch noch entscheidend abfangen.

Eduardo Pedroza kommentierte den Erfolg anschließend durchaus emotional. „Ich freue mich sehr für die Stute. Wir haben einen langen gemeinsamen Weg hinter uns. Sie hat ihren eigenen und auch sehr starken Charakter, aber im Rennen tut sie immer das, was sie tun soll. Das ist ganz besonders“, sagte der Siegreiter nach dem Erfolg. Auch den Rennverlauf ordnete Pedroza noch ein: „Das Tempo war unterwegs sehr gut und schon am Übergang habe ich gedacht, ich muss mir ein bisschen Zeit lassen, weil das alles sehr früh war. Doch sie wurde dann immer stärker.“ Bella Sinfonia holte das dritte Mal Black Type in ihrer Karriere, nachdem sie schon zweijährig mit Rang drei im Preis der Winterkönigin aufgefallen war und zuletzt in Hoppegarten erneut Black Type errungen hatte. Laut ihrem Trainer hatte die Siegerin nach Hoppegarten einen Satz gemacht und nun soll sie im Grupperennen in Baden-Baden weitermachen.

Mala Wyska lief als Zweite ebenfalls ein ganz starkes Rennen und sicherte sich damit ihre erste Black Type-Platzierung für das Gestüt Ebbesloh. Es war auch ihr erster Start auf dieser Ebene. Auch Full of Hope verdiente sich großes Lob, denn die lange führende Stute konnte unter Nina Baltromei endlich einmal wieder ihre volle Bestform abrufen und verteidigte noch Rang drei. Auch für sie war es die erste Black Type-Platzierung der Karriere. Sie hatte dafür neun Versuche gebraucht. Vierte wurde die erstmals für Henk Grewe antretende Dune, die aus dem hinteren Teil des Feldes ebenfalls noch gut aufkam. Enttäuschend verlief das Rennen hingegen für die englische Favoritin Alla Stella aus dem Quartier von Sir Mark Prescott. Die Schimmelstute lag zwar als zweites Pferd bereits im Schlussbogen in aussichtsreicher Position, doch Luke Morris musste schon früh arbeiten und in der Geraden fehlte letztlich die entscheidende Antwort. Mehr als Rang sechs sprang für die Favoritin am Ende nicht heraus. Reiter Luke Morris sagte: „Der Boden war schon zu schwer für sie. Sie fing früh an zu schwimmen.“

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