Trotz ständiger Kritik aus dem Ausland sind die britischen Black Type-Rennen finanziell attraktiver denn je. Eine aktuelle Analyse zeigt: Bei den Mindestdotierungen für Gruppenrennen hat Großbritannien mittlerweile die europäische Spitzenposition übernommen. Während globale Superstars in Fernost um zweistellige Millionenbeträge galoppieren, wurden die Prämien in der britischen Spitze erneut angehoben. Damit liegen die Mindestdotierungen auf der Insel nun sogar über den Standards in Irland und Frankreich.
Das liegt natürlich auch an der prekären Lage in Frankreich. Dort musste der Verband France Galop das Preisgeld-Budget für 2026 um satte 20,3 Millionen Euro kürzen. Fast alle französischen Black Type-Kategorien, außer Gruppe I-Rennen, sind von diesen Kürzungen betroffen. Im direkten Vergleich steht Großbritannien damit glänzend da, auch wenn Top-Jockeys wie Zac Purton die Summen im Vergleich zu Hongkong weiterhin als „hoffnungslos“ bezeichnen.
Doch im britischen System wächst die Schere zwischen Arm und Reich. Während die Elite-Rennen glänzen, geraten die unteren Klassen 5 und 6 massiv unter Spardruck. Es gibt sogar Forderungen, die staatliche Förderung für diese Basisrennen komplett zu streichen. Ein weiterer Nachteil bleibt die fehlende Struktur bei den Prämien: Anders als in Frankreich gibt es in Großbritannien keine zusätzlichen Besitzer- oder Züchterboni. Am Ende zählt auf der Insel nur das reine Preisgeld.













