Der Erfolgsweg des sechsjährigen Wallachs Quinault liest sich wie ein modernes Rennsport-Märchen, dessen Wurzeln im Gestüt Fährhof verankert sind. Dass der Oasis Dream-Sohn aus der Queimada am vergangenen Wochenende in Doha seinen zwölften Sieg feierte, ist ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte.
Betrachtet man die nackten Zahlen der Auktionskarriere, wird Quinaults Weg erst richtig greifbar. Ursprünglich auf der BBAG-September-Auktion für 58.000 Euro als Jährling verkauft, explodierte sein Marktwert bei der Craven Breeze-up Sale zunächst auf stolze 310.000 Guineas (ca. 360.000 Euro). Dass er nur wenig später für vergleichsweise geringe 25.000 Guineas (ca. 30.000 Euro) bei einer Horses-in-Training-Auktion an seinen jetzigen Besitzer Tom Morley ging, stellte sich als einer der Coups des Jahrzehnts heraus. Heute stehen Gesamteinkünfte von über 780.000 Euro (660.000 Pfund) in seinen Büchern – das entspricht dem 26-fachen seines letzten Kaufpreises.
Auch sportlich ist die Kurve des Wallachs außergewöhnlich. Quinault startete seine Karriere mit einer Handicap-Marke von umgerechnet gerade einmal 59 kg. Durch seine beeindruckende Serie von zeitweise sechs Siegen in Folge schraubte er sein Rating kontinuierlich nach oben, bis er schließlich in der europäischen Black Type-Klasse ankam und heute bei einem Top-Rating von 111 (ca. 95,5 kg) steht. Dieser enorme Sprung verdeutlicht nicht nur das Trainingstalent von Stuart Williams, sondern auch die sprichwörtliche Härte und Steigerungsfähigkeit, die Pferden aus deutscher Zucht oft nachgesagt wird.
Hinter den sportlichen Zahlen steht zudem eine erstklassige Fährhofer Linie. Quinault ist eng verwandt mit dem unvergessenen Quijano, der einst ebenfalls eine triumphale Serie von Handicaps bis hin zu Gruppe I-Erfolgen wie dem Großen Preis von Baden hinlegte. Für die deutsche Zucht ist er ein hochrentabler Botschafter, der zeigt, dass Qualität aus Fährhof auf jedem Terrain und in jeder Währung besteht.











