Goliath Zweiter bei japanischem Überraschungssieg in der Amir Trophy

So interessant wie selten zuvor war aus deutscher Sicht am Samstag die H.H. The Amir Trophy. Denn in dem mit 2,5 Millionen US-Dollar dotierten Gruppe II-Rennen über 2400 Meter auf der Rennbahn Al Rayyan Park in der katarischen Hauptstadt Doha nahm der aus der Zucht des Gestüts Schlenderhan stammende Adlerflug-Sohn Goliath an.

Der von Francis-Henri Graffard trainierte sechsjährige Wallach aus dem Besitz von Resolute Bloodstock und Philip Baron von Ullmann, traf unter Christophe Soumillon in dem höchstdotierten Rennen für englische Vollblüter in dem Wüstenstaat auf sechs Gegner.

Diese hatten es aber in sich, denn mit Marco Bottis Giavellotto (Pierre-Charles Boudot) und dem von Tomoyasu Sakaguchi vorbereiteten Byzantine Dream (Cristian Demuro) kamen der Vierte und der Fünfte aus dem letztjährigen Prix de l’Arc de Triomphe an den Start. Außerdem schickte Charlie Appleby mit El Cordobes (William Buick) für Godolphin den Dritten aus dem letztjährigen Breeders‘ Cup Turf ins Rennen.

Doch all diese Gegner konnte Goliath hinter sich lassen, aber zum Sieg reichte es für ihn trotzdem nicht. Als Zweiter lief er aber ein Bombenrennen. Geschlagen wurde Goliath, der von Christophe Soumillon gleich an die Spitze geschickt wurde, von einem anderen japanischen Pferd, dem Achtjährigen Deep Monster.

Der Deep Impact-Sohn aus dem Stall von Trainer Yasutoshi Ikee, der von seinem Jockey Tom Marquand auch gleich im Vordertreffen positioniert wurde, erwies sich in der ca. 400 Meter langen Zielgeraden als starker Gegner, kam immer näher an Goliath heran. 100 Meter vor dem Ziel ging der Deep Impact-Sohn Deep Monster an die Spitze, auf der Linie hatte er einen Hals-Vorteil vor Goliath. Giavellotto, der noch als Letzter in den Einlauf gekommen war, war zuletzt zwar das schnellste Pferd, blieb als Dritter im Ziel aber eine Länge hinter Goliath, während der Abstand zu dem von Satono Glanz angeführten restlichen Feld dann schon größer war.

Es war ein historischer Sieg für Japan, denn bislang hatte noch nie ein japanisches Pferd in Katar gewonnen. Deep Monster-Trainer Yasutoshi Ikee hatte vor zwei Jahren mit Zeffiro den Zweiten in der H.H. The Amir Trophy gestellt, der damals an Rebel’s Romance scheiterte.

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