Auf zu neuen Ufern: So könnte man die Pläne von Trainer Francis-Henri Graffard nennen, die er jüngst in einem Podcast mit Bloodhorse formulierte. Nach einer unglaublichen Saison mit nicht weniger als 14 Gruppe I-Siegen, zeigte der 48-Jährige starkes Interesse an den Dirt-Rennen in den USA und hat wohl in den Kopf gesetzt, ein Kontingent an Pferden dort zu stationieren.
Die Idee, nun auch verstärkt die Rennen in den Staaten ins Auge zu fassen, kommt gar nicht so überraschend, denn immerhin gewann er im November des vergangenen Jahres mit Gezora den Breeders‘ Cup Filly and Mare Turf. Es war sein erster Gruppe I-Sieg in den USA gewesen, der ihn offensichtlich auf den Geschmack gebracht hat.
Ein anderer Faktor war Jockey Ryan Moore, der sich während der Hong Kong International Races mit Graffard unter anderem über das Kentucky Derby unterhalten hatte. Moore gratulierte Graffard zu seinem Erfolg im Japan Cup (mit Calandagan) und erzählte ihm, dass die beiden schwierigsten Rennen, die es zu gewinnen gibt, der Japan Cup und das Kentucky Derby sind. „Ich werde mich jetzt auch nach Dirt-Pferden umsehen und hoffe, dass ich eines Tages das ‚große Rennen‘ gewinnen kann“, sagte Graffard im Podcast. „Also, auf geht’s.“
Graffard bekundete auch Interesse daran, eine Reihe von Pferden den ganzen Sommer über in Amerika zu stationieren, um auf Bahnen wie dem Saratoga Race Course und den Kentucky Downs dabei zu sein. Graffard sagte weiter, dass er für dieses Unterfangen plane, eigens Pferde aus Kentucky zu kaufen. „Ich liebe den amerikanischen Rennsport und ich denke, dass es dort viele Möglichkeiten gibt, insbesondere auf Gras“, so der Trainer weiter. „Ich brauche ein wenig Zeit, um mich zu organisieren, aber ich denke schon daran, eine Reihe von Pferden in einem Stall dort zu haben, um dann an den Rennen teilzunehmen. Das sollte mein Ziel sein.“










