Calandgan hat es geschafft und sich 20 Jahre nach Luca Cumanis Alkaased als erstes ausländisches Pferd in die Siegerliste des prestigeträchtigen Japan Cups eingetragen. In einem packenden Finish setzte sich der von Francis-Henri Graffard für die Aga Khan-Erben trainierte Gleneagles-Sohn am Sonntag auf dem Tokyo Racecourse unter Mickael Barzalona gegen den japanischen Favoriten Masquerade Ball durch. Platz drei ging hinter diesem Duo an Danon Decile.
Damit krönte Calandagan seine ohnehin schon heraustagende Saison mit Gruppe I-Siegen im Grand Prix de Saint-Cloud, in der „King George“ und in den Champion Stakes. Gleichzeitig untermauerte er seine Stellung als aktuelle Nummer eins der Longines-Weltrangliste und frisch gekürtes europäisches „Horse of the Year“.
Für Francis-Henri Graffard war 2025 bereits der 14 Gruppe I-Sieg gewesen. Ein Wahnsinns-Jahr für den Franzosen, der mit Aga Khans Daryz im Oktober erstmals den Prix de l’Arc de Triomphe gewinnen konnte. Außerdem siegte er mit Gezora im Prix de Diane und im Breeders‘ Cup Cup Filly & Mare Turf. Auch in Deutschland gewann er zwei Gruppe I-Rennen. Mit Sibayan, einem weiteren Aga Khan-Galopper, siegte er im Preis von Europa und mit Goliath, der im Dezember noch in der Hong Kong Vase startem wird, holte er den Grossen Preis von Baden. Emotional waren natürlich vor allem die Siege für das Aga Khan Stud, nachdem der Aga Khan, einer der größten und einflussreichsten Besitzer und Züchter der letzten Jahrzehnte, im Februar im Alter von 88 Jahren verstorben war. Sein sportliches Erbe lebt weiter, große Siege inklusive, wie nun in Tokio geschehen.
Mickael Barzalona hatte sich mit Calandagan zunächst im hinteren Drittel des Feldes einsortiert, rückte im Schlussbogen an der Außenseite aber schon etwas auf, während Takahisa Tezukas Masquerade Ball, ein Duramente-Sohn, erst im Mittelfeld ging. In die Gerade hinein war das Duo dann schon Seite an Seite, neben ihnen ging innen der kurz nach dem Start reiterlos gewordene Admire Terra. Zunächst hatte der japanische Favorit dann die Nase in Front, doch Barzalona entlockte dem einzigen europäischen Pferd im Rennen weitere Reserven und hatte kurz vor dem Ziel dann den Kopf in Front.










