Seinen zweiten Auslandsstart absolvierte am Samstag der von Marcel Weiß trainierte Vierjährige Loft. Der Adlerflug-Sohn, als Sieger im Comer Group International Oleander-Rennen und dem Belmont Gold Cup zweifacher Gruppe II-Sieger bestritt in Chester die Chester Stakes, ein mit 51.000 Pfund dotiertes Listenrennen über 2900 Meter, das sein letzter Auftritt vor einem geplanten Start im Melbourne Cup sein sollte.
Unter Jockey Ben Curtis traf der Wallach, der mit 63 Kilo Höchstgewicht zu tragen hatte, und erstmals für seinen neue Besitzer Aziz Kheir und Man Bun Lee an den Start kam, auf lediglich drei Gegner – allesamt Stuiten – nachdem am Morgen zwei Pferde für die Black Type-Prüfung abgemeldet worden waren.
Mit einer Quote von 1,8:1 ging der deutsche Gast als Favorit ins Rennen. Dieser Einschätzung konnte er zwar nicht ganz gerecht werden, lief als Zweiter aber dennoch ein gutes Rennen. Unterwegs sah man den deutschen Gast lange an dritter Position. Vorne lagen die beiden Dreijährigen, Ralph Becketts Sea The Stars-Tochter River of Stars (John Egan), und Typewriter (Andrew Balding/Harry Davies), am Ende des Feldes die Außenseiterin Vindolanda, die nie vom letzten Platz weg kam.
An der Reihenfolge änderte sich lange nichts, 600 Meter vor dem Ziel wurde dann jedoch das Tempo verschärft. River of Stars konnte sich vorne absetzen, Loft kam in der Zielgeraden schnell an Typewriter vorbei, konnte River of Stars aber nie gefährden und kam zweieinviertel Längen hinter der Siegerin als Zweiter über die Linie, wobei er seinerseits dreieinhalb Längen vor der Dritten blieb. „Dafür, dass er auf unpassendem Boden lief, war die Leistung in Ordnung. Man darf auch nicht übersehen, dass die Siegerin zehn Kilo weniger getragen hat“, war Marcel Weiß mit dem Laufen seines Schützlings nicht unzufrieden.
Die Siegerin River of Stars entstammt der Zucht von Dr. Klaus Schulte. Sie ist eine Halbschwester der deutschen Black Type-Pferde Apadanah und Ancona.












