In Frankreich droht einem weiteren Top-Trainer eine mehrmonatige Sperre. Fabrice Vermeulen könnte für sechs Monate die Lizenz verlieren, davon drei Monate auf Bewährung.
In einem vielseitigen, sehr umfassenden Communiqué von France Galop werden die Vorwürfe, die man dem Trainer macht, detailliert dargelegt.
Anders als in vorherigen Fällen von Sperren von Trainern in Frankreich geht es nicht um Doping, sondern die Thematik ungeklärter Besitz- und Trainingsverhältnisse.
Vermeulen wird zur Last gelegt, dass Rechnungen, die er für das Training stellte, an andere Adressaten gingen als die bei France Galop eingetragenen Besitzer. Das Dokument von France Galop listet insgesamt zwölf Fälle auf.
Kurioserweise brachte Vermeulen die Dinge, die nun gegen ihn laufen, selbst ins Rollen, als er France Galop wegen unbezahlter Trainingsrechnungen einschaltete.
Im MIttelpunkt der Anschuldigungen steht neben Vermeulen das Unternehmen SAS Le Marais von Jeremy Para, der selbst lizensierter Vollblut-Agent ist. Über das gewählte Konstrukt, so heißt es, habe man Anteile von Le Marais an Rennpferden verschleiern wollen.
Vermeulen hat zwei Wochen Zeit, gegen die Sanktionen vorzugehen und seine Sicht der Dinge darzulegen. Jeremy Para erhielt ein Jahr Rennbahnverbot – sechs Monate davon auf Bewährung, auch er hat nun Zeit, gegen die Strafe vorzugehen.
Fabrice Vermeulen ist aktuell die Nummer zwei der französischen Trainer-Rangliste (nach Gewinnsumme), hat mit 14 Treffern indes die meisten Siege in 2022 erreicht. 2021 belegte er in der Endabrechnung des Championats Rang acht.













