Der Re-Start in Frankreich ist mit Sicherheit kein Tag für die Favoriten. Das wurde spätestens mit dem Prix d’Harcout (Gr.II/90.000 Euro), dem Tageshighlight, klar. Denn der kochendheiße 1,4:1-Favorit Sottsass ging in der 2000-Meter-Prüfung leer aus und das Team um Trainer Jean Cloude Rouget musste sich mit Rang vier zufrieden geben.
Der letztjährige Prix du Jockey Club-Sieger war bei seinem Aufgalopp in seine Vierjährigen-Kampagne mit Ziel Prix l’Arc de Triomphe, zunächst an vorletzter Stelle galoppiert. Sein Jockey Cristian Demuro ließ ihn hinten galoppieren während vorne der Zweifavorit Shaman (Carlos Laffon-Parias/Maxim Guyon) das Tempo machte. Mit Erreichen der Geraden wurde Sottsass dann eingesetzt, zunächst schien er an der Außenseite Boden gut zu machen, doch schnell wurde klar, dass er nicht in der Lage war ganz vorne einzugreifen. In der Endabrechnung reichte es schließlich nur für den vierten Rang des Siyouni-Sohns.
Wie schon mehrfach an diesem Tag war es stattdessen der Pacemaker der Partie, der sich die Gruppe II-Prüfung schnappen konnte. Shaman, als 7,4:1-Chance gestartet war von der Konkurrenz nicht zu packen. Auf Rang zwei landete Way To Paris (Andrea Marcialis/Pierre-Charles Boudot), der als 28:1-Außenseiter mal wieder bewies, dass er immer für eine Überraschung gut ist. Den dritten Platz schnappte sich Simona (Francis-Henri Graffard/Christophe Soumillion), die erneut bewies, dass sie sich über den Winter kräfig gesteigert hat.
Aus deutscher Sicht interessant war auch das Laufen von der Sea The Stars-Tochter Soudania (Freddie Head). Schließlich handelt es sich bei ihr um eine Tochter der Sahel, eine rechte Schwester u.a. von Samum und Salve Regina, die aus der Zucht des Gestüts Karlshof stammt. Doch auch sie war beim Jahresdebüt noch nicht auf dem Top-Level und landete im geschlagenen Feld.












