Während in Europa so gut wie nichts mehr geht, finden aktuell in Asien weiter Rennen statt. In Hong Kong stand am Sonntag mit dem Hong Kong Derby sogar ein absolutes Highlight auf dem Programm. In dem mit 20 Millionen Hong Kong Dollar (ca. 2,4 Mio. Euro) dotierten 2000 Meter-Rennen siegte schließlich der Favorit.
Das war der von Francis Lui trainierte Medaglia d’Oro-Sohn Golden Sixty. Der Wallach war mit der Referenz von neun Siegen bei zehn Starts ins Rennen gegangen und siegte mit dem einheimischen Jockey Vincent Ho als 1,7:1-Favorit mit einem Hals-Vorsprung gegen den Riesenaußenseiter Playa Del Puente, hinter dem es bis zu Golden Sixtys Trainingsgefährten More Than This auf Platz drei dann schon drei Längen waren. Vierter wurde mit Savvy Nine aus dem Stall von John Moore ein weiterer Außenseiter.
Vincent Ho zeigte auf dem Favoriten einen wirklich abgebrühten Ritt, denn lange sah man Golden Sixty im hinteren Teil des Feldes. Zunächst an viertletzter, dann an drittletzter, und 1000 Meter vor dem Ziel sogar an letzter Stelle liegend, machte sich Ho erst im Schlussbogen auf den Weg nach vorne, machte dann allerdings außen zügig Boden gut. Etwa 800 Meter vor dem Ziel hatte Blake Shinn auf Playa Del Puente einen überraschenden Vorstoß gewagt, stürmte an allen vorbei an die Spitze und machte sich im Einlauf dann auch erst einmal deutlich von den Gegnern frei.
Von diesen konnte nur Golden Sixty, der ganz außen in den Einlauf kam, nachsetzen. Meter um Meter kam der Favorit, doch musste er auch einiges auf Playa Del Puente aufholen. Doch bis zum Zielpfosten hatte er das geschafft, und Golden Sixty war genau im Ziel vorne. „Er war wirklich riesig auf dem Posten, er ist ganz sicher ein absoluter Superstar. Ich wusste, dass er enorm beschleunigen kann, während des Rennens war er ganz relaxed“, erklärte Siegjockey Vincent Ho nach dem Rennen.
Im Rahmenprogramm war im zweiten Rennen, einem 1600 Meter-Handicap, der Ex-Deutsche Jimmu an den Start gekommen. Der Vierte aus dem Deutschen Derby von 2018 landete in einem Feld von 14 Pferden aber nur auf dem achten Rang und´blieb somit auch bei seinem zwölften Hong Kong-Start unplatziert.










