Es war das Rennen des Jahres in Japan, da waren sich die Experten schon im Vorfeld einig. Cox Plate-Siegerin Lys Gracieux forderte die andere japanische Superstute Almond Eye im Arima Kinen (Gr.I/574.6000.000 Yen) heraus. In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es dann soweit, in Nakayama stand die 2500-Meter-Prüfung für dreijährige und ältere Pferde auf dem Programm.
Im Wesentlichen erwartete das rennsportverrückte Land ein Duell zwischen den beiden Ausnahmen-Stuten. Almond Eye galt als große Favoritin, offen war allerdings wie die vierjährige Lord Kanaloa-Tochter die supoptimale Vorbereitung verkraftet, schließlich musste man erst vor zwei Wochen einen Start in Hong Kong aufgrund hoher Temparatur kurzfristig auslassen. Dennoch stand die von Christophe Lemaire gerittene Stute vor dem Start lediglich 1,5:1 am Toto. Bei Lys Gracieux aus dem Stall von Yoshito Yahagi stellte sich die Frage, wie sie ihren von Erfolg gekrönten Ausflug nach Australien, der bekanntlich mit viel Aufwand verbunden ist, verkraftet hatte. Dort hatte sie sich Ende Oktober zur Cox Plate-Siegerin gekrönt.
Doch am Ende zeigte sich Lys Gracieux, als 6,6:1-Chance gestartet, im Arima Kinen deutlich frischer als die große Favoritin. Mit einem tollen Schlussakkord an der Außenseite flog sie am Feld vorbei und kamen zu einem sicheren und fast aufreizendem Erfolg unter Damian Lane. Damit feierte sie ihren dritten Sieg in Serie und ihren vierten Gr.I-Treffer der Karriere. Zweiter wurde der dreijährige Saturnalia, 2000.Guineas-Sieger in Japan, unter Christophe Soumillion. Der Lord Kanaloa-Sohn war als Drittfavorit in die Partie gegangen. Dritter wurde World Premiere unter Yutaka Take. Der Deep Impact-Sohn stammt aus der in Deutschland bekannten Acatenango-Tochter Mandela, eine Halbschwester von Manduro. Unter der Regie von Trainer Ralf Suerland wurde sie Rolf Brunner gezogene Stute Listensiegerin im Mülheimer Diana Trial, in Preis der Diana (Gr.I) selbst wurde sie starke Dritte. Später wurde sie in die USA ausgeführt und erreichte dort noch eine Gr.II-Platzierung bevor sie 2004 in die Zucht wechselte.
Almond Eye hingegen war in der Entscheidung früh an der Innenseite zu sehen, vielleicht etwas zu früh, denn 200 Meter vor dem Ziel konnte sie einen höheren Gang finden und so musste das Team um die fünffache Gr.I-Siegerin die zweite Niederlage bei den letzten drei Starts hinnehmen und am Ende mit Platz Neun vorlieb nehmen.













