Mit viel Spannung blickt die mittlerweile 90-köpfige Besitergemeinschaft, der Stall Scheibenholz e.V., auf den Renntag am kommenden Sonntag in Berlin-Hoppegarten. Denn dann soll ihr dreijähriger Hengst Leipzig seinen Rennbahneinstand geben. Der Santiago-Sohn, der ein sächsisches Eigengewächs ist – er wurde gezüchtet und geboren im Gestüt Graditz bei Torgau, wo er auch die ersten anderthalb Jahre seines Lebens verbrachte, ehe er in den Scheibenholz-Rennstall von Marco Angermann wechselte -, soll in der Hauptstadt möglichst den Weg ebnen für seine Teilnahme am Deutschen Derby. Und genau diese Teilnahme wäre eine Sensation. Denn seit 1948 – damals war es der Derbysieger Birkhahn – hat es kein im Leipziger Scheibenholz trainierter Galopper mehr ins Blaue Band von Horn geschafft.
„Ob Leipzig wirklich das Potenzial hat im Derby zu starten, müssen die nächsten Wochen und Monate noch zeigen. Trotzdem wollten wir uns die Chance nicht entgehen lassen ihn erst einmal für Hamburg zu melden, da jedes Pferd nur einmal in seinem Leben die Möglichkeit hat an diesem Rennen teilzunehmen. Wenn er es wirklich schafft, wäre das eine Sensation für den ostdeutschen Galoppsport,“ so Matthias Schneider, Vorstand des Rennstall Scheibenholz e.V.
Je nach Ausgang des Rennens in Berlin könnte Start Nummer zwei für den Leipziger dann zum Aufgalopp am 1. Mai auf der Heimatbahn erfolgen. Mitbesitzer von Leipzig kann übrigens jeder werden. „Leipzig“ ist wie eingangs erwähnt im Besitz des Rennstall Scheibenholz e.V. Der Verein ist ein Gemeinschaftsprojekt des Gestüts Graditz und der Scheibenholz GmbH & Co. KG und bietet allen Galopp-Interessierten die Möglichkeit für kleines Geld Mitbesitzer eines Rennpferdes zu werden. Unter dem Motto „Dein Pferd in Deinem Stall, in Deiner Stadt“ können sich Galoppsport-Interessierte als Anteilseigner mit einem Jahresbeitrag von 120 Euro beteiligen. Infos unter „www.rennstall-scheibenholz.de“.












