Was war das für eine unglaubliche Vorstellung von Cracksman. In den über 2000 Meter führende Champion Stakes, dem abschließenden Gruppe I-Rennen des Champion Days verteidigte der Außnahmegalopper seinen Titel in dem mit 1.300.000 Millionen Pfund dotierten Rennen.
Auf den Tag genau vor vier Monaten hatte der Frankel-Sohn in den Prince of Wales’s Stakes während Royal Ascot seinen letzten Auftritt. Damals wurde er nur von Poet’s Word besiegt. Doch am heutigen Tag ließ der Frankel-Sohn alle Probleme der letzten Monate vergessen. Durch den langen und harten Sommer und den damit verbundenen unpassenden weil zu festen Bodenverhältnissen ließ man Gruppe I-Prüfungen wie das Juddmonte International oder auch den Prix de l’Arc de Triomphe aus.
Nun zum Champions Days waren die Bedingungen für Cracksman mit dem weichen Boden wieder passend. Und er lieferte ab. Eingangs der Geraden hatte er nicht einmal all zu souverän ausgesehen, Frankie Dettori musste ihn das eine oder andere Mal ein wenig bitten, doch dann zog er in einer unwiderstehlichen Art und Weise an um alle Gegner stehen zu lassen. Im Ziel waren knapp zehn Längen, die er auf Crystal Ocean herausgaloppiert hatte. „Er hat heute nocheinmal zeigen können, wer er wirklich ist. Meine Analyse nach seiner Niederlage hier zu Royal Ascot war ja eine klare, er war sehr hengstig und hatte sich mehr für die Stuten interessiert als für das Rennen. Wir mußten ihn also fokussieren. Das ist uns gut gelungen. Er hatte mir schon im Training gezeigt, dass er wieder voll da ist und er hat das heute auch abrufen können. Ich denke, das war heute sein letzter Start. Er hat dieses Jahr drei Gruppe I-Rennen gewonnen. Das ist ja keine schlechte Bilanz.“, so sein Trainer John Gosden gegenüber Galopponline.de
Doch damit nicht genug, denn auch in der Gruppe I-Prüfung zuvor sorgte ein Crack aus dem Stall von John Gosden für einen Triumph. Für den dreijährigen Roaring Lion hätten die Vorzeichen vor dem großen Renntag nicht anders sein können. Der Kitten’s Joy-Sohn favorisiert festes Geläuf weshalb davon absah den Star des Derbyjahrgangs gegen Cracksman aufzubieten. Stattdessen ging es zurück auf 1600 Meter und in den Queen Elizabeth II Stakes um Gruppe I-Lorbeer.
Schließlich bewies auch er absolutes Außnahmekönnen und kam allen Wiedrigkeiten zum Trotz zu seinem vierten Gruppe I-Treffer in Serie.
Beide werden nun aller Voraussicht nach absolute Stars der Rennbahn den Rücken kehren, denn John Gosden gab nach dem Rennen gegenüber Galopponline zu Protokoll, dass auch der Dreijährige seinen letzten Start hatte. Bei Cracksman wurde bereits im Vorfeld geäußert, dass er im nächsten Jahr bereits seine Karriere als Deckhengst beginnen könnte.













