Spannender hätte der Preis des Winterfavoriten, Deutschlands wichtigstes Zweijährigenrennen, das am Sonntag im Weidenpescher Park zu Köln gelaufen wurde, kaum ausgehen können. In dem mit 155.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 1600 Meter duellierten sich beinahe die gesamte Zielgerade herunter die Favoriten Django Freeman und Noble Moon. Hin und her ging es in dem Finish, Andrasch Starke auf dem von Peter Schiergen für Eckhard Sauren trainierten Noble Moon, und Lukas Delozier auf Henk Grewes Auktionsrennen-Sieger Django Freeman schenkten sich nichts (zum Video).
Doch auf der Ziellinie war es Noble Moon, der als 46:10-Chance gestartete Sea The Moon-Sohn, der mit einem Kopf gegenüber dem 27:10-Favoriten im Vorteil war. Drei Längen zurück kam Man on The Moon als Dritter über die Linie, was das gute Ergebnis für seinen Vater Sea The Moon, dessen Nachkommen somit nun die beiden bisherigen deutschen Grupperennen für die Zweijährigen gewonnen haben, komplettierte. Platz vier ging an den etwas unglücklichen Rip Van Lips, hinter dem Sibelius Fünfter wurde.
Unterwegs hatte Moonlight Man zunächst das Tempo bestimmt, aber auf kürzestem Weg verbesserte sich Andrasch Starke bereits im Schlussbogen mit dem späteren Sieger nach vorne, und im Einlauf hatte er in der Bahnmitte früh die Spitze, während Django Freeman ganz außen an den Rails eingesetzt wurde. Dann entbrannte der lange Kampf um den Sieg, aus dem Noble Moon als Sieger hervorging.
„Ich war schon vor dem Rennen begeistert von dem Pferd. Wie Noble Moon heute wieder gekämpft hat, er hat mir im Training auch schon gefallen, im Führring war er sehr konzentriert. Er gab mir im Rennen ein gutes Gefühl, ich war in der Zielgeraden etwas früh vorne, aber er hat toll gelkämpft. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Er sieht vom Typ her aus wie ein 2000 Meter-Pferd, aber er hat viel Klasse, und viel Galoppiervermögen, sodass er auch über 2400 Meter kommen sollte“, so Andrasch Starke nach dem Rennen. Starke hatte den Preis des Winterfavoriten zum letzten Mal 1996 mit Eden Rock gewonnen, 1994 war er mit Chato in dem Kölner Youngster-Rennen erfolgreich.
„Er hat seine Form gefunden, und ich hoffe, dass wir mit ihm im nächsten Jahr viel Spaß haben werden. Bis 2000 Meter wird er kommen, und seine Klasse kann ihn auch über 2400 Meter bringen“, so Trainer Peter Schiergen, für den es der dritte Sieg im Preis des Winterfavoriten nach Sumitas (1998), Manduro (2004) und Silvaner (2010) war, bei der Siegerehrung.












