Leider konnte sich der Europapreis-Sieger Khan in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht für seinen Ausflug nach Kanada belohnen.
Im Canadian International (Gr.I) ausgetragen in Woodbine über 2400 Meter, dotiert mit 800.000 Kanadischen Dollar, konnte der Grewe-Schützling seine hervorragende Form aus Köln diesmal nicht abrufen. Kurz nach dem Start, sah man den vierjährigen Santiago-Sohn im Mitteltreffen der Partie, zunächst an vierter-fünfter Stelle, doch schon während des Rennens verlor der 261:10-Außenseiter einige Plätze, als man das Feld dann durch den Schlussbogen kommen sah, wurde Khan vom seinem Reiter Clement Lecoeuvre schon schwer geritten, und so sah man früh, dass es heute nicht für eine Platzierung im vorderen Teil des Feldes reichen konnte. Festzuhalten ist, dass der Boden lange nicht so weich war, wie bei seinem letzten Auftritt in Köln, was vielleicht schon eine Erklärung für das Abschneiden des Gruppe I-Siegers sein könnte. Schließlich ist der Hengst dringend auf weiches Geläuf angewiesen, um seine Bestleistung abrufen zu können. Holger Faust, Racing Manager Darius Racing: „Es hatte sich die Woche über schon angekündigt, dass der Boden wohl eher nicht Khans Idealbedingungen entsprechen würde. Am Dienstag und am Mittwoch war es richtig heiß und die ganze Woche über war es zudem noch sehr windig, geregnet hatte es fast garnicht mehr. Clement Lecoeuvre hat mir nach dem Rennen das gesagt, was mir alle seine Reiter im Sommer gesagt haben. Er hat sich bemüht, er wollte, aber er hat auf diesem Boden nicht in seine Aktion gefunden.“
So wurde das „International“, dass seinen Namen mit jeweils vier Startern aus Europa und Amerika, sowie drei heimischen Startern, in diesem Jahr mehr als verdient hatte, zu einer abermaligen Show für ein englisches Pferd. Es siegte der sechsjährige Wallach Desert Encounter aus dem Quartier von David Simcock. Jockey Andrea Atzeni brachte den Halling-Sohn sehr spät in die Entscheidung, und fing so den eigentlich schon wie der Sieger wirkende Favorit Thundering Blue unter Fran Berry ab. So stand am Ende der erste Gruppe I-Sieg in der Karriere des diesjährigen Sechsten der King George & Queen Elizabeth Stakes im britischen Ascot.












