Das absolute Highlight an diesem Samstag wurde in Ascot entschieden. Mit den zur Gruppe I zählenden King George VI & Queen Elizabeth Stakes (1.250.000 Pfund) über 2406 Meter stand einer der ganz großen europäischen Sommerhits an. Leider ohne Cracksman (siehe Extratext), der auf Grund der Bodengegebenheiten am Mittag abgemeldet wurde.
Spätestens mit der Abmeldung von Cracksman war klar, dass der Weg zum Sieg nur über einen Mann führen kann: Sir Michael Stoute, der mit Poet’s Word und Crystal Ocean ein ganz starkes Duo aufbot. Am Ende war dieser Weg für die Konkurrenz zu schwierig, in Anbetracht des Rennverlaufs schier unmöglich. In einem packenden Finish waren es genau die beiden Trainingsgefährten, die den Sieg unter sich ausmachten. Nachdem Rostropovich als Pacemaker ausgespielt hatte, war es zunächst Crystal Ocean, der sich unter William Buick vor das Feld setzte und eigentlich schon wie der Sieger aussah. Doch dann kam Poet’s Word, der zuletzt Cracksman in den Prince Of Wales’s Stakes in die Schranken wies, von weit hinten kommend immer bessser auf Touren. Unter James Doyle wurde der Poet’s Voice-Sohn immer stärker und kam mit jedem Galoppsprung näher an den Führenden heran. Am Pfosten hatte der Fünfjährige dann den Kopf in Front und sorgte für den ersten „King George“-Erfolg für Doyle. Rang drei hinter dem Stoute-Duo ging an Coronet aus dem Quartier von John Gosden, der natürlich eine Frage aufwarf: hätte Cracksman die Gosden-Cracks gefährden können?
Für Sir Michael Stoute war sein sechster Erfolg in der „King George“, die er erstmals im Jahr 1981 mit Shergar gewinnen konnte. Sein letzter Sieger in diesem Rennen war in der Saison 2010 Harbinger. Unvergessen bleiben aus deutscher Sicht natürlich auch die Siege von Danedream (2012) und Novellist (2013) in der „King George“.













