Am Sonntag steht ein weiterer großer Klassiker auf der Karte von Chantilly: Der mit einer Million Euro dotierte Prix de Diane über 2100 Meter, das französische Stutenderby. Die Liste der ausländischen Starterinnen im Feld von 13 Pferden, ist denkbar kurz, hat es aber gewaltig in sich: Karl Burke kommt mit der englischen Guineas-Zweiten Laurens unter Patrick McDonald über den Ärmelkanal, während Aidan O´Brien sich anschickt, mit der englischen und irischen Guineas-Dritten Happily unter Ryan Moore über die irische See zu kommen – zweimal hatte die Galileo-Tochter als Zweijährige schon auf Gruppe I-Ebene zugeschlagen, unter anderem am Arc-Sonntag gegen die Hengste im Prix Lagardère. Burkes Siyouni-Tochter hingegen gewann erst gerade das Gruppe I-Trial Prix Saint-Alary in Longchamp nach Kampf gegen Freddy Heads für George Strawbridge trainierte Gruppe III-Siegerin With You unter Aurelien Lemaître – die beiden Stuten erneuern ihre Rivalität in Chantilly. Allerdings war der Alary-Start für Heads Dansili-Tochter das Saisondebüt, so dass sie nun durchaus die Oberhand behalten könnte. Vierte Favoritin im Bunde – alle sind zwischen 50:10 und 60:10 je nach Buchmacher zu haben – ist eine weitere Head-Stute, Luminate unter Frankie Dettori, die im Vorjahr wie in diesem Jahr schon Gruppe III gewann, aber zuletzt erstmals überraschend als Fünfte eine Niederlage auf gleichem Parkett hinnehmen musste.
Anders als sein Vater Alec Head und seine mittlerweile ebenfalls zurückgetretene Schwester Criquette hat Freddie Head den Prix de Diane bislang noch nicht als Trainer gewinnen können – allerdings viermal als Jockey zwischen 1971 und 1986. Alain de Royer Dupré sattelt für den Aga Khan Shahnaza unter Christophe Soumillon, eine Azamour-Tochter, die zuletzt auf Listenebene eine spätere Gruppe III-Siegerin locker in Schach hielt. Francis-Henri Graffard hat auch schon genügend Gruppe I-Sieger in seiner Karriere von der Bahn geholt, um zu wissen, wann man ein aussichtsreiches Pferd für einen Klassiker nachnennt. Mit der amerikanisch gezogenen Homérique war er zuletzt zwar gegen Luminate auf Gruppe III-Ebene unterlegen, doch zeigte der Trainer zuletzt deutlichen Mumm auf seine Stute und konnte mit Pierre-Charles Boudot einen echten Könner verpflichten. André Fabres Musis Amica (Mickael Barzalona) war als frische Gruppe III-Siegerin Favoritin für das französische Guineas-Äquivalent in Longchamp Mitte Mai, enttäuschte dort aber leicht als Sechste.











