Das nächste Derby ist Geschichte. Denn der von Pascal Bary trainierte Mitfavorit Study Of Man hat am Sonntag in Frankreich den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Prix du Jockey Club (Gr I) über 2100 Meter gewonnen.
Der Deep Impact-Sohn in Besitz der Flaxman Stables Irland der Familie Niarchos wurde von seinem Reiter Stephane Pasquier zunächst ins Mittelfeld beordert, packte dann in der Geraden auf freier Bahn immer besser an und steckte etwa 200 Meter vor dem Ziel den Kopf in Front. Unter starken Hilfen seines Reiters zog der Bary-Schützling immer wieder an und hielt den ganz zum Schluss heranfliegenden Patascoy (Xavier Thomas Demeaulte) ganz knapp in Schach. Rang drei ging an den als Riesenaußenseiter ins Rennen gestarteten Louis D´or (Tony Castanheira, 590:10).
Im Endkampf war es zwischen den ersten drei Pferden kurz etwas eng geworden, daraufhin überprüfte die Rennleitung den Rennverlauf, beließ es aber bei der vorläufigen Platzierung. Siegtrainer Bary hatte die Prüfung zuletzt im Jahr 2004 mit Blue Canary gewonnen, freute sich kurz nach dem Rennen natürlich sehr: „Solche Rennen sind furchtbar, vor allem im Moment einer Überprüfung des Rennergebnisses wie gerade. Und sie sind wunderbar, wenn man dann gewonnen hat. Aber ehrlich gesagt geht das Ergebnis glaube ich auch in Ordnung, weil ich wirklich keine relevante Behinderung auf dem Rennfilm gesehen habe. Ich denke, das Ergebnis ist fair. Es ist mein sechster Treffer im Jockey-Club und jeder ist anders, sehr besonders, weil immer alles stimmen muss, bis man überhaupt ein passendes Pferd für das Rennen geformt hat und dann muss am Tag selbst alles stimmen. Ich denke Study Of Man wird nun ein Pause bekommen, er hat eine Arc-Nennung, wir werden noch viel von ihm sehen.“
Der von Jean-Claude Rouget vorbereitete Guineas-Sieger und Favorit des Rennen Olmedo kam zwar noch gut gehend in die Gerade, konnte dann aber zeitig nicht mehr zulegen und belegte am Ende nur Rang 13. Der für den deutschen Simon Springer von Christophe Ferland trainierte Not Mine belegte nicht weit geschlagen einen starken fünften Platz. Der Dabirsim-Sohn stammt aus der listenplatzierten Next Holy und somit aus Wittekindshofer Zucht. Next Holy ist ein Nachkomme der Night Petticoat, die hierzulande in Wittekindshofer Farben unter der Regie von Bruno Schütz im Jahr 1996 den 138. Preis der Diana gewann. Auch der Zweitplatzierte Patascoy geht auf deutsche Wurzeln zurück. Seine Mutter Noble World, deren Mutter Nouvelle mit Noble Blade, Night Fighter und Night Venus gleich mehrere Listensieger hervorgebracht hat, stammt aus der Zucht von Karl-Heinz Kling und Marion Menzer in Beerfelden.












